Konstanzer Bädergesellschaft vermeldet viele Rekorde: Badetage an 365 Tagen im Jahr

SchwimmerKonstanz. Seit zehn Jahren gibt es die Bädergesellschaft mbH (BGK) in Konstanz. Hervor ging sie aus dem Sport- und Bäderamt der Stadt. Konstanz und die Konstanzer sind gut mit ihrer Bädergesellschaft gefahren. Im vergangenen Jahr kam die Rekordzahl von 1,071 Millionen Besuchern in die Bäder. An 365 Tagen im Jahr können die Konstanzer mindestens in einem ihrer Pools baden. im Sommer ist alles noch besser. Eintritt müssen die Badenden in den Strandbädern außer im Rheinstrandbad nicht bezahlen. Geschäftsführer Georg Geiger schaut denn auch entspannt auf die Geschichte der Gesellschaft und wagt Ausblicke. Ab Oktober soll noch eine neue Aufgusssauna in der Bodensee-Therme entstehen. 3,6 Millionen Euro möchte die Gesellschaft investieren.

Happy Birthday Bädergesellschaft

Gegründet worden ist die Konstanzer Bädergesellschaft am 1. Juli 2003. Nach mittlerweile zehn Geschäftsjahren ist der Erfolg unübersehbar: Die Bädergesellschaft arbeitet vor allem auch wirtschaftlich. erfolgreich. Und egal, wie das Wetter ist, die Bädergesellschaft macht Badenden an jedem Tag ein passendes Angebot.

Bodensee-Therme auf Erfolgswelle

Die Konstanzer Bodensee-Therme, das Flaggschiff unter den Bädern, ist bei Bäderfans längst angekommen. Mit 416.550 Besuchern schaffte die Therme im vergangenen Jahr wieder einen neuen Rekord. Georg Geiger sieht es so: Mehr Besucher wünscht sich die Therme gar nicht. Denn noch mehr Wachstum könnte die Aufenthaltsqualität mindern. Das möchte die Bädergesellschaft nicht.

Therme profitiert von Sehnsucht nach Wärme

Im ersten Quartal 2013 profitierte die Therme vom Winterwetter und der Sehnsucht nach Wärme. Die Besucherzahl lag um 9,6 Prozent oder in absoluten Zahlen um 8.434 über der von 2012. Auch im Schwaketenbad gab es ein Plus von 4,8 Prozent oder 2.333 Besuchern.

Einbruch im Freibad

Wenig überraschend ist hingegen, dass im zweiten Quartal 4.841 Besucher weniger in der Bodensee-Therme eincheckten als im Vergleichszeitraum des Vorjahres: Den Einbruch gab es im Freibad. Dafür gab es aber im Schwakentenbad, dem Hallenbad, ein Plus von 2.496 Besuchern. Insgesamt besuchten 2013 bisher sogar mehr Gäste die Konstanzer Bäder als im Rekordjahr 2012.

Top Freizeitbetrieb

Georg Geiger ist stolz darauf, dass die Konstanzer Bäder zu den vier großen Freizeitbetrieben im Südwesten gehören. Nach dem Europapark, der Mainau und den BSB schaffen sie es auf Rang vier. Der Geschäftsführer weiß, dass das kein Zufall ist. Sie hält die Bäder attraktiv. Immerhin 32 Millionen Euro hat die Gesellschaft in den vergangenen zehn Jahren investiert. Allein die Bodensee-Therme kostete 27,83 Millionen Euro. Für das Schwaketenbad gab die Bädergesellschaft weitere zwei Millionen Euro aus.

Kostenfreie Strandbäder

Gern weist der Chef der Bädergesellschaft, die eine Tochter der Stadtwerke ist, auch darauf hin, dass in Konstanz dank des Erfolgs des Flaggschiffs auch Investitionen in die für Besucher kostenfreien Strandbäder möglich sind. „Ohne die Bodensee-Therme könnten wir uns einen so hohen Standard nicht leisten“, so Geiger. In Litzelstetten investierte die Gesellschaft zum Beispiel 200.000 Euro in ein beheizbares Planschbecken. Ins Strandbad Wallhausen steckt die Bädergesellschaft gerade eine halbe Million Euro. Ab etwa 15. Juli sind die Sanitäranlagen fertig und das Strandbad kann wieder öffnen, auch wenn das Restaurant vorerst noch fehlt.

Projekt Sauna

Wer Bäder besitzt, ist, auch wenn sie noch so attraktiv sind, praktisch nie fertig: In der Therme fehlt eine Sauna. Ab Oktober beginnt die Gesellschaft dann mit dem Bau der neuen Aufgusssauna für 30 Saunabader. 3,6 Millionen Euro möchte Georg Geiger in die neue 90 Grad Sauna investieren. Die Idee, in den See zu bauen, haben die Konstanzer mittlerweile aufgegeben. „Sie dürfen nicht einmal einen Pfahl in den See rammen“, so Geiger. Selbst die Betonstege am Freibad Horn seien vom Regierungspräsidium nicht gern gesehen.

Bei Kostendeckungsgrad weit oben

Die Konstanzer Bädergesellschaft, die 64 Vollzeitarbeitsplätze bietet, arbeitet so wirtschaftlich, dass die Stadt nicht mehr jedes Jahr mehr zuschießen muss. In den vergangenen beiden Jahren waren es im Schnitt sogar nur 1,6 Millionen Euro. Pro Besucher sind das etwa 1,60 Euro. Als es noch keine Bädergesellschaft gab, war die Stadt noch mit satten 2,9 Millionen Euro dabei. Der Kostendeckungsgrad der Bodensee-Therme lag ohne Kapitaldienst 2012 bei 99,3 Prozent. Im Schwaktenbad, einem auch von Schulen und Vereinen genutzten Hallenbad waren es, 41,8 Prozent, was für ein Hallenbad sehr gut ist. Bei allen Bädern insgesamt erreichte die Bädergesellschaft einen Kostendeckungsgrad von rund 50 Prozent.

Geschichte des Freibads Horn

Dass das Freibad Horn – samt Kinderplanschbecken und Sanitäranlagen – auch in Zukunft kostenfrei ist, steht außer Frage. Ursprünglich und bis 1919 war das Horn badisch großherzoglich. Später wurde es spitälisch, bis die Stadt Konstanz das Horn 1961 dem Spital abkaufte. Schon 1919 nahmen die Konstanzer das Horn aber in Besitz. 1926 entstand die erste Toilette. Noch in den 20-er Jahren entschied der Konstanzer Gemeinderat mit nur einer Stimme Mehrheit, dass die Konstanzer sich bei freiem Eintritt am Hörnle vergnügen sollen. Dabei ist es geblieben.

httpv://www.youtube.com/watch?v=Y60B4b2KSQo

Foto: Bädergesellschaft Konstanz

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