Konstanzer BUND-Geschäftsführer Thomas Schaefer: Atomausstieg selber machen

Umweltverbände im Kreis Konstanz rufen zum Stromanbieter-Wechsel auf

Atommüll zum MitnehmenKonstanz. In einer breit angelegten Kampagne wollen der BUND Kreisverband Konstanz, die Greenpeacegruppe Bodensee und der Verein „Kein Leben mit atomaren Risiken! Klar e.V.“ die Menschen im Bodenseeraum dazu bewegen, ihren Stromanbieter zu wechseln und auf Strom aus Wasser, Sonne und Wind umzusteigen.

Zweifel an Dauerhaftigkeit des Atomausstiegs

„Mir tränen noch die Augen von dem Sand, den die schwarz-gelben Atomkoalitionäre in Berlin und Stuttgart mit Moratorien, vorübergehenden Abschaltungen und Sicherheitsüberprüfungen streuen“, sagt BUND-Geschäftsführer Thomas Schaefer. Das gegenwärtige Lavieren zeige, dass man so kurz vor der Wahl mächtig die Hosen voll habe. Nun werde sichtbar, dass bei der Laufzeitverlängerung eben nicht wie von Mappus und Gönner behauptet die Sicherheit der Menschen, sondern das Geld die wichtigste Rolle gespielt habe. Könnten die Verantwortlichen nicht sonst ruhigen Gewissens sein und selbstbewusst ihre Linie vertreten? fragen die Umweltverbände.

BUND und Greenpeace informieren

„Unter www.atomausstiegselbermachen.de kann jeder seinen erneuerbaren Stromanbieter auswählen“, so Schaefer. Dies sei die einzige Möglichkeit, wirklich etwas zu tun, so die Initiatoren der Kampagne. Nach Ablauf des Moratoriums werde man wieder schlaue Erklärungen hören, wieso das mit der dauerhaften Abschaltung nun leider doch nicht ging und nichts werde sich ändern. Persönliche Beratung bieten die Geschäftsstellen des BUND in Konstanz, Radolfzell und Gottmadingen und die Geschäftsstelle von Greenpeace in Konstanz. Außerdem werden Aktivisten in den Innenstädten unterwegs sein und informieren.

Archivfoto: Grüner Protest in Konstanz

 

2 Kommentare to “Konstanzer BUND-Geschäftsführer Thomas Schaefer: Atomausstieg selber machen”

  1. Lothar Herzog
    17. März 2011 at 14:16 #

    DTS – Meldung vom 13.03.2011
    >Gründer-Väter gehen auf Distanz zur grünen Bewegung
    …..

    Moore, der die Gründungsurkunde von Greenpace Deutschland
    mit unterzeichnet hatte, beklagt, dass sich die Umweltorganisation
    heute von Wissenschaft und Logik verabschiedet habe.

  2. Bolle Knallquist
    17. März 2011 at 15:51 #

    Schöne, heile Traumtänzerwelt. Klar: Der Ausstieg aus der Kernenergie wird kommen, neue Technologien werden entwickelt und die Energieversorgung der Zukunft wird anders aussehen als heute. Aber wer heute und jetzt eine bezahlbare und versorgungssichere Energieversorgung nennen kann, würde mit seiner Idee sofort Millionär werden.

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