Konstanzer Fasnacht wieder mit mehr Live-Musik und feiernden Mäschgerle

Konstanz. Die Straßenfasnacht war am Schmotzigen Dunschtig die Gewinnerin. So viele Guggenmusiken und Kapellen wie schon seit Jahren nicht mehr zogen durch die Gassen der Altstadt. Statt Betrunkener prägten bis in den späten Abend hinein ausgelassen, aber friedlich feiernde Mäschergle das Bild. Wenigstens war das Eindruck am Brennpunkt Salmannsweilergasse. 

Regeln retten Konstanzer Fasnacht

Die Stadt hatte vor Fasnacht Regeln aufgestellt und in weiten Teilen der Altstadt ein Glasverbot erlassen. Das Glasverbot hat sich am Schmotzigen Dunschtig bewährt. Weder war die Konstanzer Altstadt mit Scherben übersät, noch waren auffällig viele Betrunkene unterwegs. Vor allem fehlten Horden betrunkener Jugendlicher, die ohne Glasverbot schon am Vormittag mit geöffneten Bierflaschen und Hochprozentigem in kleinen Glasfläschchen durch die Altstadt gezogen wären. Zu sehen waren auch weniger angetrunkene Erwachsene. Insgesamt ging in den Gassen weniger zu Bruch.

Wieder mehr Kapellen unterwegs

Anders als im vergangenen Jahr zogen trotz Schnee- und Schneeregeschauer wieder viele Guggenmusiker, Kapellen und Trommler und Fanfaren durch die Stadt. Statt Schlager aus der Konserve gab es südamerikanische und karibischen Rhythmen und bunte, fantasievolle Kostüme. Sogar auf fliegenden Teppichen waren die Mäschgege unterwegs. Die Beschränkung der Lautstärke der dröhnenden Lautsprecherwagen kam der Fasnacht zugute. Statt zu überlauten, drittklassigen Schlagern und hämmernden Bässen tanzten die Verkleideten zu Live-Musik und schönen Melodien. Manchmal spielten in ein- und derselben Gasse sogar zwei Kapellen um die Wette.

Schmotzig heißt nicht schmutzig

Konstanz hat am Schmotzigen Dunschtig die Kurve bekommen. Schmotzig hat ja schließlich auch nichts mit Scherben, Schmutz und Sachbeschädigungen zu tun, sondern eher mit fettigen Fasnetsküchle. Das Haus verlassen konnten Bewohner der Altstadt aber nur maskiert, und wer keine Menschenmassen mag, blieb wahrscheinlich besser im Haus. Morgen erzählen wir dann, was die Polizei bis morgen Früh so erlebt hat.

httpv://www.youtube.com/watch?v=1dcdcuFsfvw&feature=youtube_gdata_player

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.