Konstanzer Galerie Geiger zeigt Glattfelder Sein und Raum

Die Konstanzer Galerie Geiger zeigt museale Werke von Hans Jörg Glattfelder. Zur Vernissage am Samstagabend war Glattfelder selbst aus Paris nach Konstanz gekommen. Die Ausstellung trägt den Titel „Sein und Raum“. Faszinierend sind gerade auch zwei neue Arbeiten des Künstlers. Stephan Geiger sagte bei seiner Einführung, dass Hans Jörg Glattfelderzu den Klassikern zählen werde. Etwa 50 Gäste waren zur Ausstellungseröffnung in die Galerie am Konstanzer Fischmarkt gekommen. Der Künstler begrüßte sie persönlich.

Demnächst imVasarely Museum in Budapest

Bis Anfang Februar waren Glattfelders Arbeiten in einer großen Retrospektive im Museum Haus Konstruktiv in Zürich zu sehen, demnächst werden sie im Vasarely Museum in Budapest gezeigt. „Hans Jörg Glattfelder, der 1939 in Zürich geboren wurde, gehört heute zweifellos zu den bedeutendsten Vertretern der konstruktiv-konkreten Kunst in Europa“, ordnet ihn Stephan Geiger ein.

Von rhythmischen Strukturbildern zum komplexen Raum

Bereits in den 1960er Jahren wurde er mit seinen rhythmischen Strukturbildern und seinen der Op Art nahestehenden Pyramidenreliefs bekannt. Ab den 1970er Jahren waren es dann unregelmäßig ausgespannten Rautenformen, mit denen er den rechten Winkel entschlossen hinter sich ließ. „Mit diesem Schritt hat Glattfelder sein ganz eigenes, unverwechselbares Formenvokabular entwickelt, das ihn zum legitimen Erben und zugleich zum Neuerer der konstruktiven Tradition machte“, berichtet Stephan Geiger. „Dreh- und Angelpunkt seines Schaffens, das stets auch von kunsttheoretischen Überlegungen begleitet wird, ist die künstlerische Auseinandersetzung mit der sogenannten nichteuklidischen Geometrie“, so der Kunsthistoriker und Galerist weiter. Nicht mehr die klassischen geometrischen Formen stehen im Zentrum seines Schaffens, sondern vielmehr die weit komplexeren Raumvorstellungen der modernen Mathematik und Physik.

Noch bis Mitte Mai

In diesem Zusammenhang ist auch der Titel der aktuellen Ausstellung „Sein und Raum“ zu sehen, der als philosophische Anspielung und programmatisches Statement verstanden werden kann. In dieser dritten Einzelausstellung des Künstlers versammelt die Galerie Geiger bedeutende Arbeiten aus verschiedenen Schaffensphasen, von musealen Frühwerken der 1960er Jahre bis hin zur aktuellen Werkgruppe. Die Ausstellung Hans Jörg Glattfelder – Sein und Raum“ ist bis 14. Mai am Fischmarkt 5a in Konstanz zu sehen.

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