Konstanzer Golf-Club gibt sich Zeit – Vorstand macht weiter

Nach leidenschaftlichen Diskussionen

Konstanz (gro) Beim Golf-Club Konstanz hat man sich zusammengerauft: Nach einer teilweise leidenschaftlich geführten Diskussion stellte sich die Mehrheit hinter die Ausbau- und Sanierungspläne der Clubleitung. Die waren am 23. April noch knapp abgelehnt worden, worauf der fünfköpfige Vorstand seine Ämter zur Verfügung gestellt hatte. Präsident Friedrich Horsch und seine vier Mitstreiter im Vorstand machen angesichts des Vertrauensbeweises weiter, auch die Jugendbeauftragte Sandra Füllsack, die ihr Amt ebenfalls hatte ruhen lassen. Die Club-Leitung, auch das ist ein Ergebnis der Mitgliederversammlung dieser Woche, will sich nun mehr Zeit lassen bis zum dem Abschluss der Planungen.

Besser Brücken bauen als Gräben verbreitern

Der endgültige Sanierungsbeschluss steht kommendes Jahr an, in der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung im April 2011. Vor allem in verbesserte Abschlagssituationen und damit verbundene Sicherheitsmassnahmen möchte der Club insgesamt 700.000 Euro investieren. Für Detailplanungen und Finanzierungskonzept soll nun auf möglichst breiter Basis Übereinstimmung erzielt werden. Grundsätzlich, so sagen Teilnehmer der ausserordentlichen Mitgliederversammlung, sei die grosse Mehrheit des Clubs davon überzeugt, dass es besser und richtiger sei, gegensätzliche Auffassungen zusammenzuführen als Gräben immer breiter werden zu lassen. Mit knapp 800 Mitgliedern ist der Golf-Club Konstanz einer der grössten Vereine in der Region Konstanz.

Weichen in die Zukunft gemeinsam stellen

Der Konflikt dürfte sich an widerstreitenden Grundauffassungen entzündet haben. Während das eine Lager auf anhaltende Fortentwicklung und Öffnung des Clubs setzt, findet es die Gegenseite besser, mehr unter sich zu bleiben und sich bei finanziellen Ausgaben möglichst zurück zu halten. Dass es bei der öffentlichen Debatte über eigentlich eher grundsätzliche Ansichten auch beim Golf-Club zu heftigen und auch überzogenen Vorwürfen kommen kann, zeigte sich in der jüngsten Mitgliederversammlung. Es war dem Eingreifen von Ingo Lenßen und Michael Feeser zu verdanken, dass sich nicht nur die Diskussion wieder versachlichte, sondern dass auch die Überzeugung die Oberhand gewann, es sei vorteilhafter für alle, gemeinsam die Weichen in die Zukunft zu stellen.

Am Ende war die Mehrheit überdeutlich

Am Ende, so sagte eine Teilnehmerin der Versammlung, die mit weit über 200 Vereinsmitgliedern wohl so gut besucht war wie wohl kaum eine Versammlung zuvor, sei die Erleichterung über den guten Ausgang „buchstäblich mit den Händen zu greifen gewesen“. Nach der teilweise leidenschaftlichen Aussprache hatte man sich darauf geeinigt, offen abzustimmen. Die Mehrheit, die sich hinter die Pläne der Vorstandschaft stellte, war so deutlich erkennbar, dass man darauf verzichten konnte, die Stimmen im einzelnen auszuzählen.

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