Konstanzer Grüne Lehmann und Erikli fordern generelles Fracking-Verbot

Grüne sagen Nein zur FrackingKonstanz. Die Grünen, Landtagsabgeordneter Siegfried Lehmann und Bundestagskandidatin Nese Erikli fordern generelles Fracking-Verbot: „Eine Ausnahmeregelung für den Bodensee ist deutlich zu kurz gegriffen,“ sagen die Grünen. Ein Fracking-Verbot in Wasserschutzgebieten und eine Unweltverträglichkeitsprüfung reicht ihnen nicht. Dieselbe Meinung vertreten übrigens Bierbrauer.

Kritik an CDU-Abgeordneten

Der Vorstoß einiger süddeutscher CDU-Abgeordneter Fracking in Trinkwassergewinnungsgebieten auszuschließen, ist nach Ansicht des Konstanzer Abgeordneten Siegfried Lehmann und der grünen Bundestagskandidatin Nese Erikli, deutlich zu kurz gegriffen. „Der CDU geht es offensichtlich lediglich darum die Akzeptanz für Fracking zu erhöhen.“

Länderübergreifendes grünes Nein am Bodensee

Die Grünen haben sich bereits im März in einer länderübergreifenden Initiative in der Bodenseeregion für ein generelles Fracking-Verbot eingesetzt. „Die grün-rote Landesregierung hat sich ebenfalls gegen die Genehmigung von Fracking-Vorhaben ausgesprochen und sich auf Bundesebene für ein Moratorium eingesetzt“, erläutert Lehmann die Position der Landesregierung. „Die unkonventionelle Erdgasförderung muss als Risikotechnologie eingestuft werden, da Fracking überall Gefahren für das Grund- und Trinkwasser zur Folge haben kann“, so Lehmann weiter.

Unredliches Verhalten

Umso mehr zeigen sich die Grünen verwundert über das Verhalten der CDU-Politiker: Bei einer Abstimmung über ein Moratorium für die Fracking-Technologie in Deutschland am 13. Dezember 2012 sprachen sich alle CDU-Abgeordnete in der Bodenseeregion für die Anwendung dieser Technologie aus. „Ein Moratorium hätte die Möglichkeit geschaffen ein entsprechendes Gesetz zu überarbeiten“, sagt Erikli. „Stattdessen verabschiedete die schwarz-gelbe Regierung ein Gesetz, das Fracking in der Bodenseeregion und in Oberschwaben nicht grundsätzlich ausschließt“, so die grüne Bundestagskandidatin weiter. „Es ist unredlich, sich hier in der Region gegen Fracking auszusprechen und in Berlin das Gegenteil zu tun.“ betont Erikli. „Wir Grüne lehnen Fracking ab und haben dies auch so in unserem Wahlprogramm verankert“, macht Erikli deutlich.

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