Konstanzer haben Fall Zollitsch noch nicht abschließend geprüft

Staatsanwaltschaft wartet im Fall des Erzbischofs noch auf Unterlagen

Konstanz (wak) Die Ermittlungen gegen den Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, den Vorsitzenden, der Deutschen Bischofskonferenz, wegen des Verdachts der Beihilfe zum sexuellen Missbrauch sind noch nicht beendet. Allerdings steht bisher noch nicht einmal fest, ob die Konstanzer Staatsanwälte tatsächlich zuständig sind. Das sagte Oberstaatsanwalt Christoph Hettenbach heute See-Online.

Staatsanwaltschaft Konstanz prüft noch

Richtig ist, die Ermittlungen laufen vorerst weiter. Zollitsch wird verdächtigt, Mitte der 80-er Jahre einen in den 60-er Jahren wegen sexuellen Kindesmissbrauchs verdächtigen Pater wieder eingestellt zu haben. Ein mutmaßliches Opfer, das behauptet als Ministrant von dem beschuldigten Pater im Kloster Birnau sexuell missbraucht worden sein, hatte Strafanzeige gestellt. „Es gibt nichts Neues“, sagte Oberstaatsanwalt Hettenbach am Mittwochnachmittag. Noch ist unklar, ob die Staatsanwaltschaft Konstanz überhaupt zuständig ist und ob es sich um eine Straftat handelt. Der Fall sei noch nicht abschließend geprüft. Noch fehlen den Konstanzern Unterlagen. Ob sie in dieser Woche noch eintreffen oder ob es noch länger dauert, lasse sich noch nicht sagen.

Foto: wak/Klosterkirche Birnau

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