Star-Mission stellt Einstein auf den Prüfstand

Studierende aus Konstanz beim Star-Raumfahrtprojekt vorn mit dabei

Konstanz (red) Vorne mit dabei sind Forscher der HTWG Konstanz bei einem bedeutenden Raumfahrtprojekt. Sollte, wie bisher geplant, 2015 mit dem Abschuss eines ersten Satelliten das Star-Projekt starten, werden sich an Bord Messinstrumente befinden, die an der Hochschule entwickelt werden. Eng ist bei der Star-Mission die Zusammenarbeit mit der EADS Astrium in Friedrichshafen.

Konstanzer Wissenschaftler bei Star-Mission dabei

„Star“ steht für „Space-Time Asymmetry Research“ und es geht dabei um den Nachweis der sogenannten Geschwindigkeitsinvarianz der Lichtgeschwindigkeit, wie sie von Albert Einstein in seiner speziellen Relativitätstheorie formuliert wurde. „Wir werden vorne mit dabei sein“, sagt Professor Claus Braxmaier, der das Institut für Optische Systeme der HTWG leitet. Erst kürzlich aus Riad zurückgekehrt, berichtet Braxmaier, dass derzeit eine ganze Reihe von Hochschulen und Instituten weltweit das Projekt zielstrebig vorantreiben. Mit von der Partie sind die NASA, das DLR, das King Abdulaziz City of Science and Technology, die Stanford-University, die Birmingham University, die Humboldt Universität zu Berlin, das Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen – und die HTWG Konstanz.

Mit dem EADS Astrium in Friedrichshafen

Die Forschergruppe um Professor Braxmaier, die auch sehr eng mit der EADS Astrium in Friedrichshafen zusammen arbeitet, entwickelt die Messinstrumente, die die Geschwindigkeitsinvarianz nachweisen sollen. Dass sie auf dem Gebiet führend sind, haben die Konstanzer bereits mit der Entwicklung von Messgeräten bewiesen, die auch bei de LISA-Mission zum Nachweis von Gravitationswellen zum Einsatz kommen sollen und sich durch ihre extrem hohe Präzision und Messgenauigkeit auszeichnen. „Wir sind aufgrund unserer Expertise in der Optoelektronik und der Aufbau- und Verbindungstechnologie als Partner am Star-Projekt beteiligt“, sagt Braxmaier.

Studenten profitieren vom internationalen Austausch

Profitieren von den Forschungsarbeiten werden auch viele Studentinnen und Studenten der HTWG. „So ein Projekt ist für sie der ideale Rahmen, auch wegen des internationalen Austausches und macht zudem das Ganze nachhaltig“, sagt Braxmaier. Derzeit sind Claus Braxmaier und seine Mitarbeiter Thilo Schuldt und Mohammed Allab noch ziemlich viel auf Reisen, um mit den verschiedenen Partnern die einzelnen Schritte des Projektes zu koordinieren. Gleichzeitig wird an der Realisierung der Messinstrumente gearbeitet. „Wenn die Machbarkeit nachgewiesen ist, wovon ich überzeugt bin, kann es in die industrielle Fertigung gehen“, sagt Professor Braxmaier.

Foto: HTWG Konstanz/Professor Claus Braxmaier und seine Mitarbeiter Thilo Schuldt und Mohammed Allab (v. r.)

Ein Kommentar to “Star-Mission stellt Einstein auf den Prüfstand”

  1. dk
    22. April 2010 at 19:38 #

    Begriffen hat der Leser, dass die HTWG ein tolle Hochschule mit internat. Bedeutung ist und dass die These von Albert Einstein nachgewiesen werden soll.

    Beim Satz „kann es in die industrielle Fertigung gehen“ ist die Antwort auf die Frage nach „wer hat welchen Nutzen aus dem Produkt zwecks käuflichen Erwerbs“ unklar geblieben; sicher ein Forschungs- oder Betriebsgeheimnis.

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