Konstanzer Jürgen Mittelstraß in die Weltorganisation COMEST berufen

Ehemaliger Ordinarius für Philosophie und Wissenschaftstheorie vor neuer Aufgabe

Konstanz (red) Konstanzer Philosoph Prof. Jürgen Mittelstraß ist einer von 18 Experten der Weltkommission für Ethik in Wissenschaft und Technologie (COMEST). Die UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokowa hat ihn in das beratende Gremium der UN-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur berufen. Vertreten sind dort neben dem Konstanzer Philosophen Fachleute der Natur- und Ingenieurwissenschaften, der Rechtswissenschaften, der Kultur, Religion und Politik. COMEST erarbeitet Empfehlungen aus der Wissenschafts- und Umweltethik. Derzeit diskutieren seine Mitglieder ethische Fragen des Klimawandels. Die Berufung von Jürgen Mittelstraß währt bis 2013.

Bis 2005 Ordinarius für Philosophie an der Uni Konstanz

Prof. Jürgen Mittelstraß war von 1970 bis 2005 Ordinarius für Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Universität Konstanz. Er ist Direktor des Konstanzer Wissenschaftsforums und des Zentrums für Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Universität Konstanz. Der Philosoph war Mitglied des Wissenschaftsrates, des Senats der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und Mitglied des Rates für Forschung, Technologie und Innovation beim Bundeskanzler sowie Präsident der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland. Seit 2005 ist er Vorsitzender des Österreichischen Wissenschaftsrates.

Anerkannter Wissenschaftler

Jürgen Mittelstraß ist Mitglied mehrerer Akademien, darunter der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, der Academia Europaea (von 2002 bis 2008 als Präsident) und der Pontificia Academia Scientiarum (seit 2007 als Mitglied des Vorstands). Er wurde unter anderem mit dem Leibniz-Preis der DFG, dem wichtigsten deutschen Forschungspreis, und der Lorenz-Oken-Medaille der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte ausgezeichnet. Jürgen Mittelstraß hat sechs Ehrendoktortitel und drei Verdienstorden.  COMEST soll zeitgemäße Debatten in alle Weltregionen tragen, es soll Empfehlungen formulieren, internationale Normen setzen und helfen, dass weltweit das Bewusstsein für Ethik wächst. Den Vorsitz führt derzeit der französische Wissenschaftler und Politiker Alain Pompidou.

Foto: Uni Konstanz

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