Konstanzer Kommunalpolitiker schlagen Alarm wegen Wohnungsnot in Unistadt

Studentisches Wohnen brennt unter den Nägeln – Alexander Fecker unzufrieden mit Baubürgermeister Kurt Werner

Konstanz. Der absehbare Mangel an studentischem Wohnraum beunruhigt die CDU im Konstanzer Gemeinderat zunehmend. Fraktionsvorsitzender Alexander Fecker fordert von Baubürgermeister Kurt Werner endlich Antworten. In einem Schreiben an Werner heißt es: „Wir hatten erwartet, dass mindestens in der kommenden Sitzung das Thema auf die Tagesordnung des TUA (Technischer Ausschuss des Gemeinderats) kommt.“ Fecker ist verärgert, weil er seit Monaten vergeblich mahnt.

 

Doppelter Abiturjahrgang

Wenn der doppelte Abiturjahrgang im Wintersemester 2012 an die Hochschulen kommt, wird sich der Wohnraummangel in den Universitäts- und Hochschulstädten noch einmal vergrößern. Bis zum Jahr 2015 erwarten die Bildungspolitiker als Folge der Umstellung vom neunjährigen auf das achtjährige Gymnasium (G8) 275.000 zusätzliche Studienanfänger an den deutschen Hochschulen.Doppelte Abijahrgänge gibt es schon in diesem Jahr in Bayern, 2012 in Baden-Württemberg und 2013 zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen.

724 neue Studienplätz – Wohnheim wird nicht fertig

Auch in Konstanz, wo bis 2012 insgesamt 724 neue Studienplätze entstehen, werden demnächst voraussichtlich Hunderte Studenten auf der Straße stehen. Erst in der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass im Herbst 2012 auch noch längst geplante Wohnplätze am Sonnenbühl nicht bezugsfertig sein werden. Das alte Wohnheim ist aber bereits abgerissen worden. Ersatz hat das Studentenwerk Seezeit offenbar nicht.

Bauherren sollen studentische Wohnplätze bauen

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Fecker hat zuletzt auch Oberbürgermeister Horst Frank darauf hingewiesen, dass das Studentenwerk Seezeit die Zahl der Wohnplätze nicht mehr erhöhen könne. Fecker schreibt in einem Brief an den OB: „Uns ist bekannt, dass verschiedene Bauherren in Konstanz Bauvorhaben in Sachen studentisches Wohnen aufgegriffen haben.“ Die CDU fordert jetzt, dass die Stadt Aussagen darüber macht, wie sie studentisches Wohnen unterstützen möchte.

Fecker fordert Diskussion

Fecker hakte schon mehrfach nach. Er spricht von studentische Wohnungen, die später in Familienwohnungen umgewandelt werden könnten. Vor allem aber möchte die CDU gern darüber informiert werden, welche Bauvorhaben für solche Projekte in Frage kämen, was die Stadt tut und was konkret unternommen werde. Besonders verärgert ist Fecker, dass Baubürgermeister Kurt Werner und OB Horst Frank das Thema noch immer nicht auf die Tagesordnung einer öffentlichen Sitzung gesetzt haben. Dies hätte die Stadt schon im Oktober vergangenen Jahres zugesagt.

Foto: Uni Konstanz

 

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