Konstanzer Kreisverband der Linken über „Stuttgart 21“

Winfried Wolf über „Sieben Lügen von S21“ zum Wahlkampfauftakt der Linken

Winfried Wolf in Konstanz über S 21Konstanz. Jetzt auch noch Die Linke. Nach den Grünen und den Piraten macht auch der Kreisverband der Linken „Stuttgart 21“ zum (Wahlkampf-)thema. Winfried Wolf, für die PDS von 1994 bis 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages und des Verkehrsausschusses, und ausgewiesener Verkehrsexperte spricht in Konstanz.

Harsche Kritik an „S 21“

Winfried Wolf kommt auf Einladung des Kreisverbands der Partei Die Linke nach Konstanz. Er wird am Mittwoch, 12. Januar, im Hotel Barbarossa über das Thema Stuttgart 21 und seine Bedeutung für den Südwesten referieren. Los geht’s um 19.30 Uhr. Seit „Stuttgart 21“ oder „S21“, der Untergrundbahnhof in der Landeshauptstadt soll den seit 1925 bestehenden und gut funktionierenden Kopfbahnhof ablösen. Winfried Wolf kritisiert S21 als ein Projekt der Bahnprivatisierung und der Immobilienspekulation. Er belegt seine Behauptung mit „Sieben Lügen von S21“. Wolf kritisiert den Schlichterspruch als anmaßend, undemokratisch und unmoralisch. „Das CDU-Mitglied Heiner Geißler fällte am 30. November 2010 einen Schlichterspruch pro S21. Im Sinne des Bahnkonzerns. Im Interesse der Betonlobby. Zugunsten der CDU-FDP-Landesregierung“, heißt es in einer Mitteilung der Linken.

Linker stellt alternatives Konzept vor

Wolf entwickelte mit „Schiene BW21“ eine Alternative: Es handelt sich um ein Programm mit zwanzig sinnvollen Schienenprojekten in ganz Baden-Württemberg: Darunter eine al­ternative Planung für den Stuttgarter Hauptbahnhof. Für eine Optimierung der Verbin­dung Stuttgart–Ulm. Für eine Bodensee-S-Bahn und den Ausbau der Gäubahn. Für Stadt- und S-Bahnprojekte in Mannheim, Heilbronn, Pforzheim, Karlsruhe, Tübingen/Reutlin­gen, Ulm und Freiburg. Dieses Programm koste nicht mehr als „S21“ und die Neubaustrecke Stuttgart-Ulm. Es entspreche den Interessen der Mehrheit der Bevölkerung.

Zur Person

Winfried Wolf war 1994 bis 2002 Mitglied des Deutschen Bun­destags und Mitglied des Verkehrsausschusses. Er ist Ver­kehrsexperte. Er ist Autor von „Verkehr. Umwelt. Klima – Die Globalisierung des Tempowahns“ (Wien; 2009) und – zusam­men mit Sabine Leidig, Gangolf Stocker und Volker Lösch Mit­herausgeber des Buchs „Stuttgart 21 – Wem gehört die Stadt“ (Köln 2011).

2 Kommentare to “Konstanzer Kreisverband der Linken über „Stuttgart 21“”

  1. Zwerg Nase
    10. Januar 2011 at 15:11 #

    Wirklich erstaunlich, daß sich mal wieder ein ausgewiesener Fachmann zu Wort meldet. Als Journalist und Politikwissenschaftler ist er ja bestens qualifiziert, über ein derartiges Projekt zu reden. Oder gar Alternativen zu entwickeln. Aber bei den Linken ist er da in bester Gesellschaft. Er wird ihnen das erzählen, was die hören wollen und sich dann ausgiebig beklatschen lassen.

    Und natürlich „argumentiert“ er entsprechend: Den „Gegner“erst mal als Lügner diffamieren und dann (ausgerechnet von einem Anhänger der Linkspartei!) den nicht als genehm empfundenen Schlichterspruch „anmaßend, undemokratisch und unmoralisch“ bezeichnen. Das alte und bewährte Stilmittel linker Argumentation hat immer noch nicht ausgedient. Bravo.

  2. sparring
    11. Januar 2011 at 10:28 #

    Immer dasselbe mit den sozialistischen Salon- und Toskanalöwen : Sie wissen natürlich genau, was in einer Demokratie alles besser gemacht werden muß. Dabei haben sie selber Jahrzehnte Zeit gehabt, die Menschen vom Nutzen der sozialistischen Errungenschaften zu überzeugen. Leider Pech gehabt, Schuld sind immer die andere. Deshalb kommen auch diesmal nichts als demagogische, schillernde Seifenblasen rüber, – Stuttgart 21 ist
    in diesem Falle nur das „Lockvögeli“. FY.

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