Konstanzer Landrat Frank Hämmerle stellt sich hinter VHS-Vorstand

6,6 Millionen Euro schossenVHS-Träger seit 2000 zu – Ohne höhere Zuschüsse müsste VHS schließen

Konstanz. Der Konstanzer Landrat Frank Hämmerle hat sich im Namen der Mitgliederversammlung hinter den Vorstand der Regionalen VHS Konstanz-Singen e.V. gestellt. Seit dem Jahr 2000 hätten die Träger, darunter der Kreis und die Stadt Konstanz, 6,6 Millionen Euro an Zuschüssen bezahlt. Dies sei freiwillig geschehen. Der Landrat machte klar: Sollten sich die Träger weigern, den nötig gewordenen noch höheren Beitrag zu bezahlen, würde das das Ende der Regionalen VHS bedeuten. Unmissverständlich stellt sich die Mitgliederversammlung in einer Presseerklärung  hinter den aktuellen Vorstand, namentlich Nikola Ferling und Dorothee Jacobs-Krahnen.

Mitgliederversammlung äußert sich

Am Mittwochnachmittag versandte Hämmerle die Presseerklärung im Auftrag der Mitgliederversammlung. Die VHS ist eine öffentliche Bildungseinrichtung, die mit öffentlichem Geld bezuschusst wird. Träger der Regionalen VHS Konstanz-Singen e.V. sind der Landkreis Konstanz und die Städte Konstanz, Singen und Stockach.

Hämmerle verweist auf hohen Zuschuss

Wörtlich schreibt Hämmerle: „Seit 1971 wird die VHS von uns und den Gemeinden des Landkreises unterstützt.“ Allein von 2000 bis 2011 hätten die Träger der Regionalen VHS Konstanz-Singen e.V. Zuschüsse von 6,6 Millionen Euro gezahlt.

Volles Vertrauen für den Vorstand

Ziel sei eine VHS mit „optimalem Programm“. „Voraussetzung dafür sind richtige, effiziente und transparente Strukturen“,schreibt Hämmerle. Daran arbeite auch der neue Vorstand mit großem Engagement – „und genießt das volle Vertrauen der Mitgliederversammlung, das ist gut so – und notwendig“.

VHS braucht mehr Geld zum Überleben

Nach der Haushaltslage der Regionalen VHS Konstanz-Singen e.V. müssten die Trägerzuschüsse im kommenden Jahr erhöht werden. Dies würden die Mitglieder der Trägerversammlung den Gemeinderäten und dem Kreistag empfehlen. Die entsprechenden Vorlagen zur Beratung würden bald versandt. Wörtlich erklärt Hämmerle: „Sonst wäre die Fortsetzung der Arbeit der Regionalen VHS Konstanz-Singen e.V. nicht möglich.“ Die VHS sei eine freiwillige und keinesfalls eine gesetzliche Pflichtaufgabe.

Appell an alle Beteiligten

An Vorstand, Mitarbeiter und Dozenten appelliert Hämmerle, die Mitgliederversammlung, die die Kommunalparlamente überzeugen müsse, erwarte, dass Vorstand, Mitarbeiter und Dozenten „mit ihrer engagierten Arbeit Rückendeckung für höhere Trägersubventionen geben“.

Antwortschreiben an Dozenten

Die Presseerklärung sei auch die Antwort auf den offenen Brief der Dozenten vom 7. November 2011. Erst gestern war in der Sitzung des Kulturausschusses in Konstanz ebenfalls die VHS Thema. Für Irritationen gesorgt hatte im Ausschuss die Nachricht, dass die VHS in den zurückliegenden Jahren, seit 2007, ein Defizit erwirtschaftet hat – nachdem die positiven Abschlüsse bereits vorgelegt worden waren.

Hier geht es zu dem Beitrag über die Sitzung des Konstanzer Kulturausschusses

Ein Kommentar to “Konstanzer Landrat Frank Hämmerle stellt sich hinter VHS-Vorstand”

  1. roggens
    16. November 2011 at 22:08 #

    Der neue Vorstand arbeitet mit vollem Engagement an effizienten und transparenten Strukturen? LOL
    Die derzeitige Personalpolitik kann ja wohl kaum als transparent bezeichnet werden…und wie die anhaltende Verunsicherung der Dozenten und Mitarbeiter effizient sein soll, verstehe, wer will!

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