Konstanzer Linke: Bedenken gegen Böllerverbot grob fahrlässig

LLK fordert Raketen- und Böllerverbot in der gesamten Altstadt – Debatte im Gemeinderat gefordert

Konstanz. Die Linke Liste Konstanz fordert ein Raketen- und Böllerverbot in der gesamten Altstadt.  Das Thema solle zeitnah auf die Tagesordnung einer Gemeinderatssitzung gesetzt werden, fordert Stadtrat Holger Reile. Auch Jürgen Puchta (SPD) will ein Böllerverbot. Die SPD werde einen entsprechenden Antrag stellen. Am Montag möchte die das Thema in der Fraktion besprechen. Er habe ein Feuerwerksverbot schon vor zwei Jahren angesprochen und sei damals nicht ernst genommen worden, sagte Puchta. Am kommenden Donnerstag informiert die Verwaltung die Stadträte erstmals über den verheerenden Altstadtbrand.  

Verbot in Konstanz ist unumgänglich

Seit Jahren schon wird darüber diskutiert und kaum nachvollziehbarer Wankelmut verhindert eine vernünftige Lösung. Der verheerende Brand kurz vor Weihnachten sollte nun endlich allen klar gemacht haben: Ein Böller-und Raketenverbot in der gesamten Altstadt ist unumgänglich. Nur in einzelnen Altstadtbereichen ein Verbot zu verhängen ist Flickschusterei.

Glückliche Zufälle in den vergangenen Jahren

Es war in den vergangenen Jahrzehnten lediglich vielen glücklichen Zufällen zu verdanken, dass bisher nicht mehr passiert ist. Die Konstanzer Altstadt ist ein kulturelles Erbe, das es zu schützen und zu bewahren gilt. Eine Mehrheit der Bevölkerung denkt ebenso und kann nicht verstehen, wenn gerade die Führungsetage der Feuerwehr Bedenken an einem Raketen- und Böllerverbot verlauten lässt. Das ist nach Meinung der LLK grob fahrlässig.

Linke Liste appelliert an Vernunft

Raketen können problemlos vom Stadtgarten oder vom Gelände Klein Venedig Richtung See abgeschossen werden. Die LLK fordert die Verwaltung auf, das Thema umgehend auf die Tagesordnung zu setzen und darüber zu diskutieren. Eine weitere Hängepartie ist der Sache nicht dienlich. Wir gehen davon aus, dass sich eine Mehrheit des Gemeinderates der Vernunft nicht verschließt und ab sofort ein Raketen- und Böllerverbot für die gesamte Altstadt erlässt, so Holger Reile von der Linken Liste Konstanz.

Foto: Rike PIXELIO www.pixelio.de

2 Kommentare to “Konstanzer Linke: Bedenken gegen Böllerverbot grob fahrlässig”

  1. John
    21. Januar 2011 at 16:58 #

    Darf man erwähnen, dass der Artikel eine gewisse Subjektivität nicht leugnen kann? Unabhängig davon, wie man zum möglichen Verbot steht, wäre es für ein seriöses Medium angebracht, pro und kontra aufzuführen.

  2. Saftpresse
    22. Januar 2011 at 13:41 #

    Das passt ja mal wieder prächtig zu den Linken. Sind das schon die Vorboten des Kommunismus? Verbote aus dem erhabenen Politbüro, das das Denken für das dumme Volk übernimmt. Und typisch Reile: Ohne Beleidigungen geht es wohl nicht. Aus seiner Sicht sind also die, die sich nicht einem Böllerverbot anschließen „unvernünftig“. Soso. Ein wirklich peinliches Ratsmitglied. Typisch linke Argumentationsweise. Aber wer Sekten, Klamottenläden, Straßennamen und „falsches“ Gedankegut verbieten will, der verbietet halt auch gerne Böller. Was kommt als nächstes? Fasnacht verbieten? Lasst diese Leute niemals an die Macht, sonst landet so ziemlich alles auf der Verbotsliste. Schade übrigens , daß sich der Reile selber verboten hat, einem anständigen Beruf nachzugehen.

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