Konstanzer Nachtwanderer wollen keine private Security

Haushalts- und Finanzausschuss erteilt Stadt Absage – Nachtwanderer kontra Security

Konstanz. Am Konstanzer Seeufer wird es im kommenden Sommer doch keine private Security geben. Der Haushalts- und Finanzausschuss des Gemeinderats verweigerte der Stadt das Geld. Einwände hatten vor allem auch die Nachtwanderer.

Überraschendes Nein zu Security

Die Absage an einen privaten Sicherheitsdienst kam überraschend. Die private Security sollte an Freitag- und Samstagabenden am Konstanzer Ufer Streife gehen. In der Stadt am Seerhein gibt es bereits einen privaten Sicherheitsdienst, den die Bewohner bezahlen. Die Security soll in Sommernächsten dafür sorgen, dass es auf am Rheinufer nicht zu laut wird und Einzelne nicht über die Stränge schlagen.

Streifen auch nicht an Brennpunkten

Die Stadt wollte private Security im kommenden Sommer ans Schänzle, in die Seestraße und in den Herosépark schicken. Seit diesem Jahr gilt dort im Sommer auch ein Glasverbot. Allerdings hat ein Student dagegen geklagt und das Verbot könnte vom Verwaltungsgerichtshof aufgehoben werden. Immer wieder hatten sich im vergangenen Sommer vor allem Jugendliche darüber beschwert, dass das Glasverbot sinnlos sei, da es zu wenig kontrolliert würde. Das wollte die Stadt ändern.

Nachtwanderer wollen keinen Sicherheitsdienst

Gegen eine private Security ausgesprochen hat sich im Haushalts- und Finanzausschuss offenbar Gabriele Weiner, Stadträtin der Freien Wähler-Gemeinschaft und eine der Initiatorinnen der Nachtwanderer. Sie wehrte sich im Ausschuss vehement gegen einen privaten Sicherheitsdienst. Offenbar hat sie sogar erklärt, dass ich die ehrenamtlich arbeitenden Nachtwanderer in diesem Fall zurückziehen könnten. Leider haben wir Gabriele Weiner gestern telefonisch nicht für eine Stellungnahme erreicht. Auch Hanna Binder (SPD) und Tatjana Wolf (FDP) wollte die hoheitliche Aufgabe nicht an eine private Firma delegieren. Auch die Grünen waren dagegen. Da die Polizei aber nicht ausreichend viele Beamten im Einsatz hat, um die Einhaltung des Glasverbots zu überwachen, dürfte es auch ab dem kommenden Frühjahr wieder Klagen darüber geben, dass sich wenige nicht an das Verbot halten oder sich an den Treffpunkten am See auffällig verhalten.

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