Konstanzer OB Horst Frank widerspricht Initiative „Besseres Verkehrskonzept“

Oberbürgermesiter: B 33 bringt Verbesserungen für die Menschen in der Region

Konstanz. Am Dienstagnachmittag hat Oberbürgermeister Horst Frank dem Vorstoß der Initiative „Das bessere Verkehrskonzept“ widersprochen. Der OB erklärt, der Ausbau der Bundesstraße bringe den Menschen in der Region Vorteile. Hinter der Initiative steht auch der frühere Grüne Landtagsabgeordnete Günther Schäfer. Die Aktionsgemeinschaft hatte den OB massiv angegriffen und behauptet, dass der geplante B 33 Ausbau noch nie die verkehrspolitischen Ziele der Grünen gewesen seien und der OB seiner Partei und den Wählern, die ihn zur Durchsetzung grüner verkehrspolitischer Positionen ins Amt gewählt hätten, in den Rücken falle. Der heftige Angriff könnte auch als Vorspiel zum OB-Wahlkampf 2012 gesehen werden. Nicht alle Grünen stehen hinter Host Frank.

Politischer Erfolg: Transitverkehr raus

Dass man durch Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur etwas positives für die Menschen bewegen könne, zeige das Beispiel Konstanz. „Durch den Bau des Zollhofs und der Anbindung der Europastraße an das Schweizer Autobahnnetz ist es uns gelungen, den LKW-Transitverkehr aus der Innenstadt zu verbannen. Das hat der gesamten Stadt eine spürbare Entlastung gebracht“, so OB Frank. Folgte man der Argumentation des Bündnisses „Das bessere Verkehrskonzept“ hätte die Europastraße und der Zollhof nie gebaut werden dürfen. Dann ständen die LKW’s heute noch auf der Laube. „Gerade dieses Beispiel zeigt sehr anschaulich, was tatsächlich das bessere Verkehrskonzept ist.“ Eine Zunahme der Staus auf der B 33 würde zu Belastungen für die Menschen führen, die niemand verantworten könne.

OB: Ganze Region wartet auf die Straße

Oberbürgermeister Frank erklärte, er hoffe deshalb nach wie vor auf eine zügige Umsetzung des Projekts B 33. „Ich höre von vielen Menschen, dass sie sich sehnlichst eine baldige Beseitigung des Nadelöhrs zwischen Allensbach und Konstanz erhoffen. Man spürt deutlich: die ganze Region wartet darauf, dass die Straße nach nunmehr über 30 Jahren endlich fertig gestellt wird. Alles andere wäre schlecht für die Verkehrssituation im Landkreis und für seine Bewohner. Wir kommen nicht an der Tatsache eines großen Verkehrsaufkommens vorbei. Hierauf müssen wir reagieren. Das sind wir unseren Bürgerinnen und Bürgern schuldig“, so OB Frank. Er habe sich immer schon für dieses Projekt engagiert und hätte das auch immer offen vertreten.

Grüne Politik und B 33

„Grüne Politik heißt für mich nicht, die Realitäten zu verleugnen, sondern Lösungen für die Menschen umzusetzen. Dazu gehört für mich die Förderung umweltgerechter Mobilität ebenso wie sinnvolle Infrastrukturmaßnahmen“, sagte der OB. Dem Konstanzer Oberbürgermeister sei klar, dass der Bau der B 33 mit einem Eingriff in die bisherige Landschaft verbunden ist. Er könne auch die Menschen verstehen, die Vorbehalte gegenüber dem Projekt äußerten. Man müsse die Vor- und Nachteile abwägen. Die vom Regierungspräsidium erarbeitete Planung sei eine klare Grundlage für die Realisierung.

2 Kommentare to “Konstanzer OB Horst Frank widerspricht Initiative „Besseres Verkehrskonzept“”

  1. Franz
    19. Juli 2011 at 17:29 #

    Was hindert denn eigentlich am Ausbau der Bundestraße zwischen Konstanz und Allensbach? Wo liegt das Problem?

  2. KonstanzerBuerger
    20. Juli 2011 at 16:18 #

    Der OB weiß was die Menschen wünschen. Dass war schon bei der vergeblichen, aber teuren Projektierung beim Konzert- und Kongresshaus in Konstanz der Fall. Jedoch hatten dann zweidrittel der Bürger beim Bürgerentscheid gegen das Projekt abgestimmt. Irgendwann hat man als OB dann nicht mehr das richtige Ohr am Bürger.

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