Konstanzer Poetry Slam unter der neuen Rheinbrücke

Motto: „Empört Euch!“ am Samstag – Ein Dutzend Bürger am Sonntag im Stadtgarten

Konstanz. Der Schlachtruf „Empört Euch!“ ist auch in Konstanz zu hören. Tunesien, Ägypten, Spanien und Griechenland – in Nordafrika und Südeuropa empören sich Menschen und gehen auf die Straße. Am vergangenen Sonntag im Konstanzer Stadtgarten kam zwar nur ein Dutzend zu einer Bürgerversammlung. Eingeladen hatten Thomas Stelling und Ulrich Riebe, die die Website „Echte Demokratie jetzt“ online stellten. Schon am kommenden Samstag kommen Poeten in Konstanz zu einem Poetry Slam zusammen. Das Motto auch hier: „Empört Euch!“. Einladender ist das Literaturprojekt „Palette“des Konstanzer Autors und Medienschaffenden Jürgen Weber.

Poetry Slam unter der Rheinbrücke

Ein Poetry Slam ist ein Wettstreit von Dichtern, bei dem die Poeten selbstgeschriebene Texte ihrem Publikum vortragen. Am Ende entscheidet das Publikum, welcher Slampoet den Wettbewerb gewonnt. Die Veranstaltungsform entstand Ende der 80-er Jahre in Chicago und verbreitete sich in den neunziger Jahren weltweit. Am kommenden Samstag, 25. Juni, ist es am Seerhein wieder soweit. Zum zweiten Mal geht das Kunst- und Literaturprojekt „Palette“ mit einem Poetry Slam unter der neuen Rheinbrücke (bei der Konstanzer Schänzlehalle) an den Start. Das Motto der Palette04: „Empört Euch!“.

Slampoeten aus Deutschland und der Schweiz

Die Veranstalter kündigen neue Gesichter und auch Bekannte der Deutsch-Schweizer Slamszene an, die auf der Palette stehen werden. Mit dabei sind die Münchner Slampoeten Björn Danne und Renato Kaiser aus Goldbach/St. Gallen. Poetry Slam und das Konzept der Literaturpalette sind Ideen des Konstanzer Verlegers und Autors Jürgen Weber Jürgen Weber  Los geht es am Samstag, 25. Juni, ab 20 Uhr.

Kleine Bürgerversammlung im Stadtgarten

Schon vorbei ist eine kleinen Bürgerversammlung im Stadtgarten, bei der die Einladenden kurz über die neue Protestkultur in Spanien berichtet haben. Ihnen ging es auch eine neue Gesprächskultur. Die Spanier setzen Gebärdensprache ein, um miteinander zu kommunizieren. Mit Gesten signalisieren die Zuhörer während Redebeiträgen Zustimmung, Ablehnung oder wenn sie einen Beitrag nicht verstehen oder Meinung sind, dass sich der Redner wiederholt und auf den Punkt kommen sollte. Themen, die die Teilnehmer interessierten Auswirkungen der Finanzkrise, das Abholzen des Regenwalds, Beschneidung der individuellen Freiheit und seelische Verkümmerung durch das Berufsleben oder auch lokale Themen. Der ganz große Ansturm blieb am Sonntagnachmittag im Stadtgarten aber aus.

httpv://www.youtube.com/watch?v=r-O1dwIpADs&feature=related

Foto: wak/Graffiti in Konstanz

 

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