Konstanzer Rathaus will's wissen: Schmeckt nicht, gibt’s nicht

Konstanz bereitet Neuausschreibung des Schulessens vor – Fragebogen an Lehrer-, Eltern- und Schülervertreter

Konstanz (wak) Der Streit ums Schulessen an drei Konstanzer Gymnasien geht weiter. Noch ist unklar, ob die Stadt wieder einen Caterer beauftragt oder ob die Eltern möglicherweise eine Verein gründen und die Schüler in eigener Regie verpflegen. Da die Stadt die Schüler aber nicht an die Dönerbude schicken kann, falls es keinen Trägerverein gibt, bereitet sie parallel eine Ausschreibung vor.

Schüler und Eltern nach Meinung gefragt

Bürgermeister Claus Boldt hat am Freitag die Mitglieder des Gemeinderats informiert. Bei der Vorbereitung einer Neuausschreibung der Schulverpflegung wolle die Stadt Eltern, Schüler und Schulleitungen an dem Prozess beteiligen. Das Amt für Schulen, Bildung und Wissenschaft hat einen Fragenkatalog zusammengestellt, der an die Vorsitzende des Gesamtelternbeirats, an die Schülermitverwaltungen und an die Schulleitungen der drei Gymnasien verschickt wird. Das passiert noch vor den Sommerferien. Die Ansprechpartner der Stadt sollen „die Anforderungen ihrer jeweiligen Zielgruppen“ ermitteln und das „Meinungsbild“ bis Mitte Oktober der Stadt zukommen lassen. Anfang November soll dann der Ausschuss für Schulen, Bildung, Wissenschaft und Sport entscheiden. Die Wünsche werden dann mit Preis, Leistung und Ausschreibungsrecht abgeglichen.

Der Gewinner hieß „Apetito“

Eine erste Ausschreibung hatte „Apetito“ gewonnen.  Auf der Hompage des Caterers heißt es: „Die Schulen haben einen hohen Qualitätsanspruch was die Ernährung und die Dienstleistung angeht.“ Und weiter:  „Es ist eine Gratwanderung, gleichzeitig den Wünschen der Schüler, Erwartungen der Eltern und finanziellen Möglichkeiten der Träger und Eltern gerecht zu werden. apetito und apetito catering sind so aufgestellt, dass sie moderne Konzepte bieten, die zum einen wirtschaftlich sind und zum anderen eine ausgewogene Ernährung sicherstellen.“

„Apetito“ angeblich zu wenig regional

Die Konstanzer monierten aber, dass das Essen von „Apetito“ zu wenig regional sei. Da der Auftrag – die drei Konstanzer Gymnasien mit Schulessen zu beliefern – ein entsprechendes Volumen hatte, kam die Stadt um eine europaweite Ausschreibung nicht herum. Ein Trägerverein könnte den Auftrag freihändig vergeben. Auf eine von der Stadt gewünschte Verlängerung der Probezeit, um Zeit zu gewinnen, wollte sich „Apetito“, der aktuelle Caterer, nicht einlassen. Jetzt ist die Stadt unter Zeitdruck, wenn sie die Schüler demnächst nicht zu McDonald’s oder Burger King schicken möchte, wo zumindest für viele Jugendliche klar wäre: Schmeckt nicht, gibt’s nicht

Foto: wak

Ein Kommentar to “Konstanzer Rathaus will's wissen: Schmeckt nicht, gibt’s nicht”

  1. Konstanzerin
    16. April 2011 at 14:04 #

    Ich finde das Essen von Apetito qualitativ sehr gut!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.