Konstanzer Sommergespräch übers bedingungslose Grundeinkommen

Vorverkauf für „bückleinmusiktalkshow“ läuft – dm-Drogeriemärkte-Gründer Professor Götz W. Werner und Minister Peter Friedrich zu Gast

Konstanz. Wenn Politiker im Sommer den Fernsehsendern Interviews geben und sich vor der Kamera ein bisschen menschlicher zeigen, heißen solche Gespräche Sommer-Interviews. In Konstanz heißen sie „bückleinmusiktalkshow“. Zu Gast sind am kommenden Mittwoch Minister Peter Friedrich (SPD) und Professor Götz W. Werner, Gründer der dm-Drogeriemärkte und Befürworter des „Bedingungslosen Grundeinkommens“. Außer Talk erwarten das Publikum noch Live-Musik und Spiele. Der Vorverkauf mitten in den Ferien läuft – viel besser als Gastgeber Tobias Bücklein anfangs angenommen hatte.

Vorverkauf für Abend

Professor Götz W. Werner konnte nur in den Ferien. Aber ein Termin ausgerechnet in den Sommerferien, auch noch an einem Mittwoch und nicht an einem Freitag. Tobias Bücklein kam ins Grübeln. Jetzt sieht es aber ganz danach aus, als ob die Show mit Professor Götz W. Werner, dem Gründer der dm-Drogeriemärkte, und mit Peter Friedrich, SPD-Landesminister in Berlin, zu einem Straßenfeger werden könnte.

Noch eine Woche bis zur Show

Am 10. August, dem Mittwoch kommender Woche, ist es soweit. Dann lädt Musiker und Entertainer Tobias Bücklein zu seiner 8. „bückleinmusiktalkshow“ ins Konstanzer Quartierszentrum beim Klinikum ein. Neben viel Musik und Gesprächen werde es, so verspricht es Bücklein, sicher einen angeregten Austausch über das „Bedingungslose Grundeinkommen“ geben. Wer bei der „bückleinmusiktalkshow“ am 10. August um 20 Uhr dabei sein möchte,  kann sich – solange der Vorrat reicht –  Tickets bei der Tourist Information Konstanz oder unter www.bkkts.de besorgen.

Foto: wak

4 Kommentare to “Konstanzer Sommergespräch übers bedingungslose Grundeinkommen”

  1. Mohrrübenkiller
    3. August 2011 at 20:21 #

    Einkommen kann man auch mit “reinkommen” in einen Zusammenhang bringen.
    Wo nichts reinkommt ist nichts. Nada. Leere. Genau so
    verhält es sich doch auch mit der Arbeit.
    Der, der nichts arbeitet kann doch keinen Rechtsanspruch
    auf Einkommen ableiten.
    Nun ja. In unserem Staat vielleicht doch. Hier ist alles möglich.

  2. dk
    4. August 2011 at 20:04 #

    Zum Thema selbst (also der Überschrift) gibt es bei Google viele Einträge; exemplarisch wird auf 2 unten hingewiesen.

    Ein Überblick mit Einordnung des Themas:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Bedingungsloses_Grundeinkommen

    2 Beiträge als PDF mit 8 Seiten
    http://www.langelieder.de/jakob/bge-pro-contra.pdf

    Da man ein schicksalshaftes Ereignis vermutet hatte, dass zu solch ungewöhnlichen Gedanken bei einem (sehr erfolgreichen) Manager geführt haben, wurde auch noch nach dem Lebenslauf gesucht:

    http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tz_Werner

    Unter “Unternehmenskonzept” kann man lesen, dass “die Grundwerte von Verständnis und Respekt.” in den Mittelpunkt gestellt werden. Dass “Die Filialleiter von dm kamen am Anfang nur sehr schwer mit dieser Umstellung zurecht.” verwunderte nicht; ein solch “positives Menschenbild” zerrt an Seele und Nerven, weil die Differenz zwischen Soll- und Ist-Zustand einfach zu gross ist und der gelernte Controller keine Lust (mehr) auf Abweichungsanalysen hat.

    Bei den Fragen zum Landtagswahlkampf im Frühjahr hat ein Politiker geäussert, dass er für die “Handlungsfähigkeit des Staates” einstehe. Keine schlechte Idee: leider scheint aber die finanzielle Handlungsfähigkeit des Bürgers nicht viel wert zu sein.
    Geld hat in der Marktwirtschaft vielerlei Bedeutungen: neu hinzu gekommen und spürbar gelebt wird “Geld als Macht-Instrument” bzw. “fehlendes Geld als Ohnmacht-Zustand”.

    Wahrscheinlich wird die Show von Personalleitern/innen besucht, die sich nostalgisch an ihren Studien-Schwerpunkt “Personalwesen/-führung” erinnern wollen und das Tränentuch schon begriffbereit haben.
    Die Erkenntniss: all die Ideale der Unternehmensführung konnten doch einmal umgesetzt werden und haben sogar zum Erfolg geführt.

  3. Mohrrübenkiller
    4. August 2011 at 20:43 #

    Koiner schafft mer äppes und alle läbed. Schääne Zeite die uff
    ees zukommet.
    Lang läbe der Sozialismus und sogar där Kormoranismus. Eppes
    muss dra sei an dem saudumme Gewäsch vo deere Soziahle
    Gerechdigkeit.
    Obwohl. Schääh wärs schoo nemmer schaffe tse müsse.

  4. dk
    5. August 2011 at 09:38 #

    @ Mohrrübenkiller

    Beim Durchlesen habe ich das Thema BGE anders verarbeitet: ein Topmanager findet die “Wunsch-400-Euro-Gesellschaft” nicht ganz so toll wie seine Berufskollegen (inkl. Politik), weil ihm infolge Nachfrageschwund die Kosmetik-Umsätze einzubrechen drohen, so dass kreativ ein neues Unternehmenskonzept entstanden ist.

    Es freut etwas, wenn auch noch etwas Platz neben dem Mainstream frei ist: wenn auch eher im Kabarett oder in Unterhaltungsshows. Banner-Werbung als “Sozialist” in speziellen Publikationen werden nicht angestrebt.

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