Konstanzer Stadtrat Alexander Fecker will Güterzüge stoppen

Dauer-Ärgernis für Konzertbesucher – Schienenverkehr stört Konzerte der Philhamonie

Konstanz. Der Konstanzer Stadtrat Alexander Fecker (CDU) will Güterzüge auf der Seelinien stoppen, wenn die Südwestdeutsche Philharmonie im Konzil ein Konzert gibt. In einem Brief bittet Fecker Oberbürgermeister Horst Frank bei der Deutschen Bahn vorstellig zu werden. Auf anderen Strecken sei es üblich, dass Züge zu bestimmten Zeiten bestimmte Streckenanschnitte nicht passieren. Fecker will Güterzüge ab 20 Uhr anhalten.

Dröhnende Züge stören Konzerterlebnis

Am Mittwoch, 18. Januar, wird es wieder soweit sein. Konzertbesucher genießen im Konzilsaal Ludwig van Beethovens „Coriolan“-Ouvertüre c-Moll op. 62, das Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37 und Béla Bartóks Divertimento für Streichorchester. Gestört fühlen sich die Konzertbesucher spätestens, wenn ein Güterzug am Konzil vorbei donnert. Das Dröhnen der auf der Seelinie rumpelnden Züge und die von den Güterzügen verursachte Vibrationen stören das Hörerlebnis empfindlich. Alexander Fecker findet: Das muss nicht so sein.

Güterzüge anhalten

Bei dem störenden Schall handele es sich um Körperschall, sagt Fecker. Da nützen selbst die schallisoliertesten Fenster nichts. Der Schall überträgt sich vom Boden auf die Fundamente und Wände des Konzilgebäudes. Fecker verweist auf Erläuterungen eines Bauphysikers vor dem Technischen und Umweltausschuss. „Ich bin überzeugt, dass man hier Abhilfe schaffen kann“, schreibt Fecker. Der Stadtrat will erreichen, dass zwischen 20 und 22.30 Uhr keine Güterzüge mehr am Konzil vorbei fahren. Er bat den Oberbürgermeister, sich der Sache anzunehmen. Er hoffe auf guten Erfolg, schreibt Fecker weiter. Auch dem Bundestagsabgeordneten Andreas Jung (CDU) schickte er sein Schreiben und bat auch ihn um Unterstützung.

Dauerthema Konzil

Bei seiner ersten Sitzung in diesem Jahr, die am 10. Januar, stattfindet beschäftigt sich der Technische und Umweltausschuss übrigens mit der Neugestaltung des Konzilumfeldes. Bis zum Konziljubiläum 2014 bis 2018 soll ein neuer Platz ums Konzil entstehen.

4 Kommentare to “Konstanzer Stadtrat Alexander Fecker will Güterzüge stoppen”

  1. Octopussy
    6. Januar 2012 at 10:23 #

    Und wer soll das bezahlen?

    Wenn der dadurch entstehende Schaden auf den Eintrittspreis umgelegt wird, ist mir das recht.

  2. dk
    6. Januar 2012 at 14:26 #

    Vielleicht kann auch das Stadtmarketing rechtzeitig in CH-Medien die Feiertagstermine im dt. Grenzgebiet bekanntgeben: nach der Rückkehr vom Jogging im Wald zw. Wollmatingen, Allensbach und Dettingen stand auf dem Parkplatz neben meinem Kleinwagen ein weiteres mit dem Kennzeichen Aargau/Schweiz. Der Wald ist zwar ziemlich naturbelassen, aber sicher kein ökologisches Modellprojekt.

    Eine Verwechslung mit der Insel Mainau dürfte nicht vorliegen. Die Preise der Mainau sind im Winter (also mit verringerter Blütenpracht) deutlich günstiger, obwohl der Mehrwert an Erholung, Ruhe und Entspannung durch fehlende Menschemassen enorm gestiegen ist. Sogar die Parkgebühren entfallen fast vollständig. Für Besucher aus dem Nahbereich (bis Basel ???) dürfte sich eine Jahreskarte als absolutes Schnäppchen lohnen.
    http://www.mainau.de/oeffnungszeiten-preise.html

  3. Robert Waldeck
    7. Januar 2012 at 20:08 #

    Wenn die Stadtplaner so blöd sind und ihre Philharmonie dort hin bauen wo schon eine Eisenbahn ist sind sie selber schuld. Da die Bahn die älteren Rechte hat fordere ich Musik aus bis der Zug durch ist.

  4. antares
    8. Januar 2012 at 18:57 #

    Hat Fecker einen Beratervertrag mit Transco?

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