Konstanzer Stadtseniorenrat besorgt über Situation in Pflegeheimen

Konstanz. Die Konstanzer SPD will die Pflegeheime der Stadt unter die Lupe nehmen. Sie hat beantragt deshalb eine öffentliche Diskussion im Gemeinderat über die Situation in den Pflegeheimen der Spitalstiftung zu führen. Gleichzeitig hat die SPD-Fraktion die Spitalstiftung dazu aufgefordert, Vorschläge zu erarbeiten, wie eine qualitativ hochwertige und an den Bedürfnissen der Bewohner orientierte Betreuung und Versorgung gewährleistet werden könne. Bereits heute seien mehr als die Hälfte der Bewohner von Pflegeheimen an Demenz erkrankt.

Stadtseniorenrat äußerte sich besorgt

Der Stadtseniorenrat hatte in einem Schreiben an die Fraktionen des Konstanzer Gemeinderates Besorgnis über die Situation in den Pflegeheimen der Spitalstiftung geäußert. Die Gemeinderäte werden in diesem Schreiben dazu aufgefordert, sich ganz persönlich mit dem Anliegen der Pflegeheime zu befassen.

SPD greift Thema auf

Der Arzt und SPD-Fraktionsvorsitzende Jürgen Puchta sagt dazu: „Wir nehmen die Besorgnisse des Stadtseniorenrates sehr ernst. Für uns ist es besonders wichtig, dass unsere älteren und kranken Mitbürger in den Pflegeheimen eine qualitativ hochwertige Pflege erhalten“.

Erhöhter Aufwand durch demente Bewohner

Aber, so gibt Puchta zu bedenken, die pflegerische Versorgung sei nur ein Teil dessen, was für das Wohlbefinden der Bewohner in Pflegeheimen wichtig ist. Bereits heute seien 60 % der Bewohner an einer Demenz erkrankt. Gerade diese Bewohner hätten meist einen erhöhten Betreuungs- und Beaufsichtigungsbedarf und brauchten so vor allem eine Unterstützung bei der Bewältigung des Alltags. Dies könne nur durch ein multiprofessionelles Team, bestehend aus Pflegekräften, hauswirtschaftlichen Mitarbeitern und Betreuungskräften, gewährleistet werden.

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