Konstanzer Stadtwerke haben Industriegebiet komplett ans Glasfasernetz angeschlossen

Glasfaser in KonstanzKonstanz. Die Stadtwerke Konstanz haben die Voraussetzung für superschnelles Internet im Konstanzer Industriegebiet geschaffen. Unter dem Pflaster liegt der Strand und unter dem Asphalt liegen die bunten Glasfaser-Leitungen. Daten werden in Lichtgeschwindigkeit transportiert. In Zukunft wollen die Stadtwerke auch Privatkunden für ihr Angebot – Telefon, Internet und Fernsehen begeistern.

Datenautobahn breiter

Die Datenautobahnen in Konstanz werden breiter. „Die Stadtwerke haben das Industriegebiet mittlerweile komplett mit Glasfaser-Leitungen und sogenannten Röhrchensystemen erschlossen“, heißt es in einer Mitteilung der Stadtwerke. „Wir bieten den Unternehmen damit nicht nur schnelles Internet oder Telefonie, sie können auch umfangreiche Rechenzentrums-Dienstleistungen bei uns beziehen“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Kuno Werner. Die Dienstleistungen umfassen neben der Beherbergung von Servern, dem Server-Housing, auch „Cloud-Dienstleistungen“.

Lokaler Anbieter will vom NSA-Abhörskandal profitieren

„Die Kunden wissen dabei, dass sich ihre Infrastruktur und Daten vor Ort in Konstanz befinden und nicht irgendwo auf der Welt“, werben die Konstanzer Stadtwerke. „Dies wird in Zeiten von internationalen Abhörskandalen immer wichtiger“, ist das Unternehmen, das eine Tochter der Stadt Konstanz ist, vom Mehrwert seiner Dienstleistung überzeugt. Weiter heißt es: „Gerade im Industriegebiet, wo Breitband bislang nicht verfügbar war, haben wir unsere Verantwortung als Versorger bewusst wahrgenommen.“ „Denn eine schnelle Datenanbindung gehört mittlerweile zum entscheidenden Standortfaktor“, sagt Werner.

So geht es weiter

Die Kunden in den anderen Stadtteilen würden die nächsten Jahre nach und nach an das schnelle Glasfaser-Netz angebunden. Wenn irgendwo im Stadtgebiet Arbeiten an Versorgungsleitungen anstehen, verlegen die Stadtwerke auch gleich die Leerrohre für eine spätere Glasfaser-Erschließung mit. Neubaugebiete werden von Beginn an angeschlossen, wie der Schmidtenbühl in Dettingen und der Linzgaublick in Wallhausen.

David gegen Goliaths Telekom und Kabel

Die Stadtwerke sind als vollwertiger Telekommunikations-Anbieter tätig. „Wir können den Bürgern einen Rund-um-Service bieten“, berichtet Roland Stader, der für den Bereich Telekommunikation zuständige Abteilungsleiter bei den Stadtwerken. Der Name „SeeConnect“ steht für die Kommunikations- und Medienproduktsparte der Stadtwerke Konstanz. Sie bieten Privatkunden die Produktlinie „SeeConnect Familie Kabel“ und Gewerbekunden die Linien „SeeConnect Business“ oder „SeeConnect Company“ an. Privatkunden können in Zukunft Komplettpakete mit Internet, Telefon und Fernsehen buchen – und das Ganze ohne Mindestvertragslaufzeiten oder Knebelverträge, heißt es seitens der Stadtwerke.

Tschüs Kupferkabel

Längenprobleme wie bei kupferbasierten DSL-Leitungen oder eine Herabsetzung der Bandbreite, wenn die Nachbarn in der gleichen Straße alle im Internet surfen, gibt es im Glasfasernetz nicht mehr. „Die Kunden haben schnellstes Internet, einen Telefonanschluss und sind auch in der Lage, zukünftig unzählige HD-TV-Programme gestochen scharf zu empfangen“, berichtet Stader.

Optionen für Unternehmen

„Der Ausbau des Hochgeschwindigkeits-Netzes ist für uns ein riesiges Projekt. Es trägt wesentlich zur Attraktivität des Standortes Konstanz bei“, sagt Kuno Werner. Im Ober- und Unterlohn sind schon über 100 Kunden an die neue Datenautobahn angeschlossen. Roland Stader: „Wir haben zum Beispiel den Businesspark komplett erschlossen.“ Alle Daten werden zentral in zwei Rechenzentren der Stadtwerke Konstanz gesammelt. Im Prinzip müssen in den Firmen nur noch die Bildschirmarbeitsplätze und ein Glasfaseranschluss vorhanden sein – die zentralen Server können sicher im Rechenzentrum stehen.

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