Konstanzer Tatort „Nachtkrapp“ fällt bei Kritikern durch

Tagessieg für SWR/SRF-„Tatort – Nachtkrapp“ – 8,26 Millionen Zuschauer sahen Jubiläums-Bodensee-Tatort

Konstanz. Der Tagessieg am Sonntagabend ging an den Konstanzer-„Tatort – Nachtkrapp“.  8,26 Millionen Zuschauer sahen den Jubiläums-Bodensee-Tatort mit Eva Mattes und Sebastian Bezzel. Die Kritik hat den Tatort verrissen. Der Hauptvorwurf: Zu viele Klischees und nur mittelmäßige Schauspielleistungen. So schlecht, wie die Kritiker meinen, war der „Tatort“ aber nicht. Die ARD zeigte schon langweiligere.

Tiefer Fall

Der SWR hatte den Jubiläums-Bodensee-Tatort hochgejazzt, vermarktet, für den Tatort sogar den roten Teppich in Konstanz  ausgerollt und die Erwartungen so hoch geschraubt, bis es selbst Krimifans schwindlig wurde. Die Fallhöhe war beträchtlich. Fernsehkritiker ließen die Folge abstürzen. So schlimm, wie manche Kritiker behaupteten,  kam es am Sonntagabend dann aber doch nicht. Wenigstens war es kein Schulfernsehen mit anschließender Debatte bei Herrn Jauch.

Krimis sind nicht nur Kriminalgeschichten

Dass Krimis nicht mehr nur Kriminalfälle erzählen, sondern auch zu Gesellschaftsromanen geworden sind, ist kein neues Phänomen. Dass der SWR den Missbrauch missbraucht habe, wie manche Kritiker meinten, ist so gesehen ein unberechtigter Vorwurf.

Kritiker über den Tatort

Bei Spiegel online gibt es den Tatort im Schnellcheck.  Die Süddeutsche twitterte am Sontagabend: „Die Jubiläums-Geschichte im Bodensee-#Tatort will zu viel und wirkt überladen. Eine Kritik von Holger Gertz. http://www.sz.de/1.1488481“ und die Stuttgarter Zeitung setzte diesen Tweet ab: „Ach ja: Neben #obs12 gab es ja heute noch einen #Tatort. Hier kommt unsere Kritik: http://stzlinx.de/3yi.

Fotos: ARD

Ein Kommentar to “Konstanzer Tatort „Nachtkrapp“ fällt bei Kritikern durch”

  1. nachgebloggt
    9. Oktober 2012 at 06:36 #

    Ein Tatort, der von Anfang an sehr düster wirkt. Immer ist Nebel am Bodensee, die Farben sind nicht so satt und die Story ist erschreckend. Ich habe mich beim Schauen irgendwie unwohl gefühlt, oft überkam mich eine Gänsehaut, was bei dem Thema um Kindesmord wohl klar ist. Sehr schwere Kost sozusagen. Am heftigsten empfand ich eine Szene, bei der, ich will gar nicht zu viel verraten, ein Monolog über die Schönheit von unter 13 jährigen Jungen gesprochen wurde, da lief es mir eiskalt den Rücken runter, weil es so gut gespielt war, dass man fast gedacht hat, der Mensch meint das wirklich so. Ich habe selten einen so guten Tatort gesehen, der ein Thema so ernst und s dunkel behandelt, dass jeder Thriller dagegen einpacken kann.

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