Konstanzer Theater zeigt in der Werkstatt Inselgasse "Gegen die Wand"

Weihnachtskomödie fällt am Freitagabend aus – Hochemotionales Stück über zwei Deutschtürken

Konstanz. Wir sind ja ganz entspannt, auch wenn das Konstanzer Theater die Weihnachtskomödie „Lametta“, die am heutigen Freitag, 12. Oktober, in der Hofhalde 1 aufgeführt werden sollte, aus unbekannten Gründen angesagt hat. Die Vorstellung am Samstag, 13. Oktober, um 20 Uhr finde aber wie vorgesehen statt. Und außerdem könnten wir uns ja am Freitagabend in der Werkstatt, die auch nur ein paar Schritte entfernt ist, „Gegen die Wand“ anschauen.

Film als Bühnenstück

Das Theater bringt das Stück nach dem gleichnamigen Film von Fatih Akin in der Bühnenfassung von Armin Petras auf die kleine Werkstattbühne. Regier führt Martin Nimz. Für die Ausstattung sorgt Gregor Sturm, füs  ist Video Achim Naumann d’Alnoncourt zuständig und Dramaturgin ist Miriam Reimers. Es spielen Kristin Muthwill, Sarah Sanders, Andreas Haase, und Thomas Fritz Jung. Die Premierenvorstellung beginnt um 20 Uhr.

Die Geschichte

»Er« hat das Leben satt und rast mit seinem Auto gegen die Wand. Im Krankenhaus trifft er »Sie«, die auch versucht hat sich umzubringen. Als Ausweg aus ihrem strengen türkischen Elternhaus bittet die junge Frau den deutlich älteren Alkoholiker um eine Scheinehe. Doch je mehr er sich in die lebensfrohe junge Frau verliebt, desto mehr gerät der alternde Säufer aus dem Gleichgewicht.

Zwischen zwei Heimaten

Fatih Akins kompromissloser, hochemotionaler Film über zwei Deutschtürken und ihre Schwierigkeiten, sich zwischen zwei Heimaten zu verorten, wurde 2004 bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Regisseur Martin Nimz konzentriert sich in seiner Inszenierung in knappen, atemlosen Szenen auf die selbstzerstörerischen Kräfte, mit denen der Mann und die Frau gegen festgefahrene Traditionen und vorgegebene Rollenmuster aufbegehren.

Foto: Stadttheater Konstanz Bjørn Jansen

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