Konzerthaus-Pläne zurück auf Los

CDU-Fraktionschef Alexander Fecker skeptisch wegen Konzerthaus-Kosten

Konstanz (wak) Alexander Fecker, Fraktionsvorsitzender der CDU im Konstanzer Gemeinderat, sorgt sich wegen der Finanzierbarkeit eines reinen Konzerthauses. Klar ist aus Sicht von Alexander Fecker aber auch, dass in der kommenden Gemeinderatssitzung die Verwaltung beauftragt werden soll, neue mögliche Standorte für ein Konzerthaus vorzuschlagen, Aussagen über die Finanzierung und Folgekosten eines solchen Hauses zu machen.

Konzerthaus = zusätzlicher Zuschuss fürs Orchester

Kein Geheimnis macht Fecker daraus, dass er persönlich ein Konzert- und Kongresshaus auf dem Gelände Klein-Venedig bevorzugt hätte. Vorbildlich sei das Konzerthaus im schweizerischen Luzern. Er sagte in einem Gespräch mit See-Online aber auch: „Wir müssen alles noch einmal durchgehen.“ Nach Einschätzung von Fecker ist ein reines Konzerthaus wahrscheinlich nur schwer finanzierbar. Dies sei, so Fecker, auch die Experten-Meinung gewesen, die Stadt Konstanz eingeholt hatte, bevor sie das KKH auf Klein-Venedig plante. Fecker sagte, ohne die Umsatzrentabilität, die sich Konstanz von einem Konzert- und Kongresshaus erwartete, seien die Millionen für ein reines Konzerthaus eine Art „zusätzlicher Zuschuss“ fürs Orchester. Aufgrund der finanziellen Belastung ist Fecker skeptisch. „Die Chancen, ein Konzerthaus aus eigenen Mitteln bauen zu können, stehen nicht gut.“

Alles zurück auf Los

Ein KKH am Standort Klein-Venedig ist nach zwei Bürgerentscheiden 2003 und 2010 aber vom Tisch. Klar ist damit, dass die Konzerthauspläne in Konstanz nach dem Bürgerentscheid zurück auf Los gestellt worden sind. Wie bereits berichtet, will die SPD sämtliche auf den Weg gebrachte Bebauungspläne und Änderungen des Flächennutzungsplans für das Areal Klein-Venedig endgültig beerdigen. Die Fraktion hat einen entsprechenden Antrag gestellt. Bei einem Treffen der Initiative „Nein-zu-Klein-Venedig“ hatte der frühere Konstanzer Baubürgermeister Volker Fouquet in der vergangenen Woche auf eine 2004 von seinem damaligen Dezernat erstellte Standortanalyse hingewiesen. Einige mögliche Standorte die untersucht worden sind, seien noch immer aktuell. Die Analyse, die noch nie ernsthaft diskutiert worden sei, könnte demnach Grundlage einer Bewertung sein.

Frage der Finanzierbarkeit steht ganz oben

Über allem scheint aber die Frage der Finanzierbarkeit zu stehen. In Richtung Bürgermeister Claus Boldt fragte, die Initiative „Nein-zu-Klein-Venedig“, ob die Stadt nach den letzten Haushalts-Warnungen noch das Geld habe, um eine etwa 30 Millionen teure Konzerthalle zu bauen und um „realistische Betriebskosten“ zu finanzieren. Die Initiative „Nein-zu-Klein-Venedig“, die für ein reines Konzerthaus, möglicherweise auch für ein Kunst- und Konzerthaus ist, hat den Vorschlag Fouquets aufgegriffen und erklärte ihrerseits, es gebe mehrere mögliche Standorte. Sie bevorzuge einen rechtsrheinischen Standort. „An vorderster Stelle die Grundstücke Euroland, Doser (ehem. Great Lakes) und Altes Hallenbad“, schrieb die Initiative in einem Brief an Bürgermeister Claus Boldt.

Fotos: wak + S. Hofschlaeger PIXELIO www.pixelio.de

Ein Kommentar to “Konzerthaus-Pläne zurück auf Los”

  1. wo-becker-kn
    20. April 2010 at 03:10 #

    mit oder ohne den eingezogenen 4.000 Mark?

    oder wie ist es mit

    => gehen sie direkt ins Gefängnis…<= Hat KN sonst keine Probleme? Mir fallen da so einige ein!!! Lasst uns doch ersteinmal die bestehenden Probleme mit den bescheidenen Mitteln lösen und hoffen dann der Geldhahn sich wieder weiter öffnet.

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