Kreis Konstanz auch betroffen: SPD-Landtagsfraktion lädt zu Flugärm-Veranstaltung

Fluglärm – wie geht es weiter mit dem Staatsvertrag? – Fraktionschef Claus Schmiedel MdL: Unterzeichnung des Staatsvertrags durch den Bundesverkehrsminister voreilig

Kreis Waldshut/Konstanz. „Wir müssen die Befürchtungen vor Ort ernst nehmen.“ Diese Erkenntnis ist SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel gekommen. Die SPD lädt zu einer öffentliche Veranstaltung am Freitag, 12. Oktober 2012, um 19 Uhr in Klettgau (Landkreis Waldshut) ein. Auch im Kreis Konstanz sind zuletzt die Ängste größer geworden.

SPD will Bürger hören

Wie angekündigt will die SPD-Landtagsfraktion in einer öffentlichen Veranstaltung die Argumente bezüglich der Fluglärmbelastung in Südbaden auf den Tisch bringen. „Die Unterzeichnung des Staatsvertrags durch den Bundesverkehrsminister war voreilig. Wir müssen die Befürchtungen vor Ort ernst nehmen“, sagte der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Claus Schmiedel, zur Begründung.

Ängste nicht wegwischen

Deshalb seien alle Betroffenen vor Ort eingeladen, am Freitag, 12. Oktober 2012 um 19 Uhr nach Klettgau (Landkreis Waldshut) zu kommen, um dort darüber zu diskutieren, wie es nun weitergehe. Denn zwar sei der Vertrag durch Bundesverkehrsminister Ramsauer (CSU) unterzeichnet worden, doch müssten sich sowohl Bundesrat als auch Bundestag noch damit befassen. „Und da müssen die Argumente der Betroffenen vor Ort Gehör finden. Die Befürchtung, wonach der Lärm und das 16-fache ansteigen würde oder die Flüge entlang der Grenze stark zunehmen könnten, dürfen wir ja nicht einfach beiseite wischen“, so Schmiedel.

SPD bittet um Rückmeldung

Die Veranstaltung am 12. Oktober 2012 um 19 Uhr findet in der Gemeindehalle Erzingen, Clissoner Straße 22, 79771 Klettgau statt. Nach der Diskussion besteht die Möglichkeit zu weiteren Gesprächen mit kleinem Imbiss und Getränken. Mit dabei sind neben SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel der stellvertretende Landtagspräsident und Infrastrukturexperte der Fraktion, Wolfgang Drexler, die SPD-Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter sowie die SPD-Landtagsabgeordneten Alfred Winkler und Hans-Peter Storz. Aus organisatorischen Gründen bittet die SPD um Rückmeldung bis 10. Oktober, per E-Mail an termin.schmiedel@spd.landtag-bw.de, per Fax unter 0711 2063-14726 oder telefonisch unter 0711 2063-721.

Ein Kommentar to “Kreis Konstanz auch betroffen: SPD-Landtagsfraktion lädt zu Flugärm-Veranstaltung”

  1. Hinterwäldler
    2. Oktober 2012 at 11:06 #

    Geht das schon wieder los? Ich will mal ganz ehrlich sein. Ich verstehe den nationalistischen Rummel um den Fluglärm nicht, denn

    Erstens ist Kloten für uns in den Kreisen KN und WT der nächstliegende Fernflughafen und wird gern genutzt, Er wird auch von den Bundetagsabgeordneten und Bundespolitikern unserer Wahlkreise genutzt, wenn sie am Wochenende nach Hause fliegen. Dies wird sich auch unter einer neuen Bundesregierung nicht ändern. Immerhin war es die Bundesbahn, die den Bodenseeraum (mit ihrer Zustimmung) vom Bahnnetz abgehängt hat.

    Zweitens ist der Lärm der Sport- und Reiseflugzeuge der oberen 10.000 sowie der Bundeswehr-Kampfflugzeuge und Bundespolizei-Helis in dieser Region bedeutend größer, Vermutlich liegt hier eine Verwechselung vor, anders kann ich es mir nicht erklären.

    Drittens wohne ich in einem Dorf, in welchem der Lärm der Kirchenglocken schon eine massive Bedrohung für die Umwelt und Gesundheit der Menschen ist. 4.500 Glockenschläge aus 35m Entfernung täglich.

    Erst durch eine (nicht subventionierte) Dreifachverglasung der Fenster können wir ungestört telefonieren und den Sendungen im Rundfunk und Fernsehen folgen. Der Bürgermeister von Hinterwaldhofen (Orsingen-Nenzingen) hat vor ein paar Jahre den Lärm messen lassen und kann seit diesem Zeitpunkt die Messprotokolle in seinem Rathaus nicht mehr wiederfinden.

    Bitte keine Vorwürfe:
    Auch ich kenne die Geräusche, welche die Flugzeuge im Kreis WT verursachen und Zürich anfliegen. Sie sind nicht größer als in jeder anderen Großstadt mit Flughafen auch. Hier wird von einem bestimmten Personenkreis Hass gegen unsere schweizer Nachbarn geschürt. Wenn es Vorwürfe gibt, dann sollte man auch die exakten Geräuschpegel nennen und sie mit denen eines Autos im Ortskern vergleichen. Subjektive Eindrücke gelten nur dann, wenn die Messprotokolle amtlich verdunstet sind.

    Das ist meine offizielle und öffentliche Stellungnahme bzw. Rückmeldung gegenüber der SPD. Schade das sie sich vor diesen dunkelbraunen Karren spannen lässt.

    Ps: Bei der Auswertung der Messprotokolle sollte stets beachtet werden, das 3dBa eine Verdopplung bzw. Halbierung des relativen Pegels entsprechen.

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.