Kreis Konstanz wartet weiter auf moderne Seehas-Haltepunkte

Bahn will Gäubahn verbessern

Bahn will Gäubahn verbessernKonstanz/Singen. Der Landtagsabgeordnete Hans-Peter Storz (SPD) rügt, dass die Bahnhöfe an der Seehas-Strecke noch immer nicht zu modernen Haltepunkten umgebaut sind. Adressat ist die Bahn. Mit einer kleinen Anfrage im Landtag will der Abgeordnete das Thema wieder auf die Agenda setzen.

Seit zwei Jahren nichts passiert

Über zwei Jahre sind vergangen, seit die Bahn einen Vertrag mit Städten und Gemeinden entlang der Seehas-Strecke geschlossen hatte: Die Haltepunkte und Bahnhöfe sollten benutzerfreundlicher werden. Doch getan hat sich seit der Unterschrift nichts. Kein Baubeginn, keine Ausschreibung ist in Sicht. Der Landtagsabgeordnete Hans-Peter Storz (SPD) hat das Problem nun in einer kleinen Anfrage im Landtag aufgegriffen. „Ich will mit meinen Möglichkeiten den Forderungen der Fahrgäste und der Gemeinden Nachdruck verleihen,“ sagt Storz zu seiner Initiative.

 Wunsch Bahnsteige erhöhen

„Niemand versteht, warum es so schwer ist, Bahnsteige zu erhöhen,“ sagt Storz. Adressat seiner Anfrage ist die Landesregierung. Diese habe zwar keinen unmittelbaren Durchgriff auf die Deutsche Bahn, sei aber als Träger des Schienenpersonennahverkehrs ein wichtiger Partner für das Unternehmen, dessen Wort mehr Gewicht habe.

Infos über Kosten und Termine verlangt

Storz fragt ab, welche Einzelprojekte im Kreis Konstanz gemäß der Finanzierungsvereinbarung zu modernen Haltepunkten ertüchtigt werden wie sich die Kosten auf die einzelnen Projektpartner verteilen. Er fragt den aktuellen Planungsstand ab und will wissen, ob es zu Planungsverzögerungen gekommen ist, die die geplante Fertigstellung der einzelnen Bausteine zum Jahreswechsel 2015 / 2016 gefährden könnten.

Seehas fährt seit 20 Jahren

Das Bahnhofsmodernisierungsprogramm sei 2009 als Bestandteil des damaligen Konjunkturpakets aufgelegt worden, bringt Storz die Planungsgeschichte in Erinnerung. „Die Maßnahmen sollten sofort und nicht erst Jahrzehnte später wirken“, bringt er seinen Ärger über die schleppende Umsetzung zum Ausdruck. „Nächstes Jahr wird der Seehas 20 Jahre alt,“ sagt Storz. „Was nützen die schönsten neuen Züge, wenn die Fahrgäste nicht bequem einsteigen können?“.

Antwort in spätestens drei Wochen

Die kleine Anfrage trägt die Drucksachennummer 15/3771 und muss von der Landesregierung innerhalb einer Frist von drei Wochen beantwortet werden.

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