Kritische Juristen an Konstanzer Uni über „Oury Jalloh“

Veranstalter stellen „rechtswidriger Polizeistraftaten in Deutschland“ in den Fokus

Konstanz. Der Arbeitskreis kritischer Juristen macht erneut einen spektakulären Fall zum Thema. Am Donnerstag dieser Woche, 16. Juni, geht es um 18:15 Uhr an der Universität Konstanz in Raum A703 in einem Vortrag um den Aufsehen erregenden Fall von „Oury Jalloh“.

Vortragsreihe „Strafe und Strafrecht“

Veranstalter sind der Arbeitskreis kritischer JuristInnen in Kooperation mit der Hochschulgruppe Amnesty International. Es ist die letzte Veranstaltung der Vortragsreihe „Strafe und Strafrecht“ des Arbeitskreises. Oury Jalloh war ein Asylbewerber aus Sierra Leone. Am 7. Januar 2005 verbrannte er in einer Zelle in der Polizeiwache Dessau, wo man ihn an eine Liege gefesselt hatte. Die genauen Umstände des Todes sind bis heute umstritten.

Amnesty-Prozessbeobachterin berichtet

Anne Klär, die den Prozess für Amnesty International beobachtet hat, wird über ihre Arbeit berichten. Insbesondere werde auf die neuen Entwicklungen im Zuge des BGH Urteils von 7. Januar 2010, das den Freispruch des Dienstgruppenleiters aufhob, eingegangen. „Weiter wird der Fall in einem Gesamtzusammenhang mit der Thematik rechtswidriger Polizeistraftaten in Deutschland und derer unzureichender Aufklärung gestellt“, kündigte der Arbeitskreis an.

Informationsmaterial zu diesem Fall und der Arbeit von Amnesty International gibt es am Veranstaltungstag an einem Infostand auf der Ebene A 7 in der Universität und auf http://www.amnestypolizei.de/.

Foto: Jochen Staudacher Uni Konstanz

2 Kommentare to “Kritische Juristen an Konstanzer Uni über „Oury Jalloh“”

  1. TB
    16. Juni 2011 at 00:35 #

    Gibt’s auch Arbeitkreise kritischer Leute, die sich mit Asylmißbrauch beschäftigen? Mit dem Leerpumpen unserer Sozialkassen? Gibt es kritische Arbeitskreise, die besoffenes Randalieren und Zündeleien anprangern? Die die tagtäglichen Angriffe auf unsere Polizeibeamte thematisieren? Gibt’s auch Arbeitkreise und öffentliche Symposien, auf denen die miese Bezahlung von Polizisten empört behandelt wird? Gibt es Veröffentlichungen über die großartige Arbeit, die Polizisten jeden Tag leisten?
    Nein. Gibt es alles nicht. Aber Amnesty anrufen, wenn ein besoffener Radaubruder seine eigene Zelle anzündet und dabei ums Leben kommt!

  2. Mohrrübenkiller
    17. Juni 2011 at 12:32 #

    Wann gibt es mal einen kritischen Arbeitskreis der sich mit der Thematik

    „SÜDLÄNDER“ auseinandersetzt?

    Ich als Italiener, Spanier oder Portugiese würde hier nicht mehr länger zu

    schauen wie ich als Täterkreis betitelt werde.

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