Künstler Markus Daum erhält den Konstanzer Kunstpreis 2012

Jury würdigt sein kraftvolles plastisches und zeichnerisches Werk – Elser Figur ist Daums Werk

Konstanz. In seinen Ateliers in Radolfzell am Bodensee und in Berlin lebt und arbeitet der in Säckingen geborene Künstler Markus Daum. Mittlerweile gehört er zu den renommiertesten Bildhauern in Deutschland und zu den markanten Künstlerpersönlichkeiten der süddeutschen Kunstszene. Das beachtenswerte künstlerische Können von Markus Daum basiert auf einer fundierten Steinmetz- und Steinbildhauerlehre. An der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart bei Prof. Alfred Hrdlicka und an der Hochschule der Künste in Berlin bei Prof. Rolf Szymanski studierte er nach seiner Lehre Bildhauerei. Das teilte die Stadt Konstanz mit.

Das Werk Daums

Markus Daums bildhauerisches Werk steht in der Tradition der figurativen Plastik und kreist um das zeitlos gültige Thema des menschlichen Körpers. Neben der Skulpturenwelt gehören ebenfalls Druckgrafiken zu seinem kreativen Schaffenswerk. Seine bevorzugten Techniken sind der Eisen-, Messing- und der Bronzeguss sowie zahlreiche Varianten der Tiefdruck-Ätzverfahren. Die Arbeiten entstehen in langen Prozessen der Überarbeitung und Neuformulierung.

Elser Skulptur geschaffen

Daums Werke finden sich nicht nur in den Galerien und Museen des In- und Auslandes wieder, sondern auch im öffentlichen Raum vieler deutscher Städte und Institutionen. Im Reichstaggebäude in Berlin, in der Stadt Heilbronn und in der Landesbank Baden-Württemberg in Karlsruhe sind seine Werke vertreten. In Konstanz gestaltete Markus Daum 2009 das Mahnzeichen für Johann Georg Elser. Eine achtköpfige Jury hatte sich damals für Daums markanten Porträtkopf entschieden. Auch an der Stadthalle in Singen steht eine von Daum geschaffene Großplastik.

Würdigung des Künstlers

Mit der Vergabe des Konstanzer Kunstpreises 2012 an Markus Daum würdigt die Jury sein plastisch und zeichnerisch eigenständiges und kraftvolles Werk, mit dem er das Potential der menschlichen Figur und die Existenz des Menschen auslotet. „Seinen künstlerischen Ansatz in Werkserien vorantreibend und die eigene künstlerische Haltung durch lebendige Anschauung und kritische Reflexion erneuernd, ist es Daum gelungen, die Tradition figurativer Bildhauerei als eine Möglichkeit in der Moderne zu aktualisieren, das Werden der Gestalt in den Werkprozess zu integrieren und sowohl das Leibliche wie auch das Stoffliche seiner Arbeiten zum Zeichen und Träger menschlichen Seins zu verdichten“, so die Jury.

Preisvergabe alle zwei Jahre

Der Konstanzer Kunstpreis ist mit 8.000 Euro dotiert und wird von der Stadt Konstanz und dem Kunstverein Konstanz in zweijährigem Turnus vergeben. Eine internationale Jury bestehend aus Oberbürgermeister Horst Frank, Michael Günther (Kunstverein Konstanz), Marie Lacher-Rapp (Kunstverein Konstanz), Christoph Bauer (Kunstmuseum Singen), Dr. Ute Hübner (Hermann-Hesse-Höri-Museum), Dr. Winfried Nussbaummüller (Kunsthaus Bregenz), Corinne Schatz (freischaffend), Dr. Barbara Stark (Städtische Museen), Dr. Friedemann Malsch (Kunstmuseum Lichtenstein), Dorothee Messmer (Kunstmuseum Kanton Thurgau) vergibt den Preis an eine Künstlerin oder einen Künstler, deren/dessen Werk oder Leben einen Bezug zur Bodenseeregion aufweist.

Die Preisverleihung findet am 22.09.2012 im Kulturzentrum statt. Anlässlich der Preisverleihung präsentiert der Kunstverein vom 23.09. – 18.11.2012 eine Ausstellung mit den Werken von Markus Daum.

Foto: Stadt Konstanz

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