Kurt Werner: Deponieabwässer Sache des Konstanzer Landratsamts

Konstanzer Bürgermeister antwortet Bürgerinitiative „Nein-zu-Klein-Venedig

Konstanz (wak) In dieser Woche fragte die Bürgerinitiative „Nein-zu-Klein-Venedig“ beim Konstanzer Baudezernat wegen des mit Polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen PAK belasteten Deponieabwassers nach, das vom Gelände Klein-Venedig in die Kläranlage oder bei Niedrigwasser direkt in den See fließt. Heute, Mittwochvormittag, hakte See-Online.info noch einmal bei der Stadt nach. Mittlerweile antwortete Bürgermeister Kurt Werner der Bürgerinitiative. In einem Brief an Schäfer erklärte Werner, er habe die Anfrage der Bürgerinitiative an das Landtratsamt weiter geleitet.

Nachfrage wegen krebserregenden Stoffen

Die Bürgerinitiative „Nein-zu-Klein-Venedig“ sorgte sich wegen einer möglichen Verschmutzung des Bodensees durch die undichte ehemalige Deponie Klein-Venedig. Es geht um Polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen PAK, die krebserregend sein können. Die Bürgerintiative vermutet, wie berichtet, einen PAK-Gehalt von mehr als 10 bis 20 Mikrogramm pro Liter im Deponiewasser, das mit Seewasser verdünnt in die Kläranlage gelangt. Bei Niedrigwasser sickern nach Angaben der Bürgerinitiative täglich sogar mehr als 1,5 Kubikmeter ungeklärtes Deponiewasser direkt in den See.

Werner: Alles entspricht gesetzlichen Vorgaben

Bürgermeister Kurt Werner antwortete jetzt und erklärte: „Die Sanierung der Altablagerung auf Klein-Venedig erfolgt entsprechend der gesetzlichen Regelungen auf der Grundlage des Sanierungsplan vom 04.07.2002 und der Anordnung bzw. Verbindlicherklärung des Sanierungsplans durch das Landratsamt Konstanz vom 12.09.2002.“

Stadt schickte Brief an Landratsamt weiter

Weiter heißt es in dem Brief: „Die von Ihnen unter Bezugnahme auf das Umweltinformationsgesetz gestellten Fragen zum Ausmaß der angeblichen Verschmutzungen des Bodensees haben wir an das zuständige Landratsamt Konstanz weitergeleitet. Von dort werden Sie eine offizielle Antwort erhalten.“ Denn Zuständig ist tatsächlich auch nicht die Stadt, sondern das Landratsamt als untere Naturschutzbehörde. Günther Schäfer schrieb am Nachmittag trotzdem in einer Mail an See-Online.info, er habe das Gefühl, dass das „Schwarze Peter Spiel“ begonnen habe.

Werner: Keinerlei Einwände gegen Nutzung des Seegrundstücks

Weiter stellte Werner gegenüber der Bürgerinitiative klar: „Im übrigen sind Ihre Schlussfolgerungen bzgl. der Nutzungseignung für die Bebauung bzw. möglicher Nutzungseinschränkungen nicht richtig.“ Es gebe und gab laut Werner keine Einwände weder gegen derzeitige noch die ehemals geplanten Nutzungen.

Heute Treffen der Bürgerinitiative

Heute Abend, Mittwoch, 9. Juni, trifft sich die Bürgerinitiative „Nein zu Klein-Venedig“ um 19.30 Uhr im Hotel Zeppelin. Beim Treffen will die Initiative darüber entscheiden, ob sie nach dem Bürgerentscheid vom März noch weiter macht.

Ein Kommentar to “Kurt Werner: Deponieabwässer Sache des Konstanzer Landratsamts”

  1. Fenedig
    10. Juni 2010 at 08:37 #

    „Nach Angabe der Bürgerinitiative“ sollte besser heissen: „Nach Angabe von Herrn Schäfer“. Die vorliegende Antwort des Bürgermeisters Werner auf dessen Anfrage ist korrekt. Herr Schäfer sollte eigentlich wissen, dass die zuständige „untere Naturschutzbehörde“ beim Landratsamt am Benediktinerplatz angesiedelt ist, nicht im städtischen Verwaltungsgebäude an der Laube.

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.