Landesrechnungshof kritisiert Bodensee Hochschule

Internationale Bodenseehochschule könnte ein Viertel ihres Budgets einsparen

Konstanz/Karlsruhe (red) Der Landesrechnungshof hat die Internationale Bodenseehochschule scharf kritisiert. Der Verbund aus Hochschulen und Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz könnte ein Viertel seines Etats einsparen, heißt es.

Weniger Geld würde der IBH reichen

Die Internationale Bodensee-Hochschule (IBH) ist ein Verbund aus 29 Universitäten und Hochschulen aus der Schweiz, Österreich, Baden-Württemberg und Bayern. Die IBH fördert die Zusammenarbeit dieser Hochschulen in Forschung und Lehre erfolgreich. Zum Etat der IBH trägt Baden-Württemberg jährlich 286.000 Euro bei. Nach Ansicht des Rechnungshofs wäre das Leistungsniveau der IBH auch mit einer deutlich geringeren Finanzausstattung zu halten. Das Budget könnte bis zu 25 Prozent reduziert werden, wenn das Fördercontrolling verbessert, auf unzulässige bzw. unwirtschaftliche Fördermaßnahmen verzichtet und die Geschäftsstelle in Kreuzlingen personell verkleinert würden, heißt es in einer Pressemitteilung des Rechnungshofes. Projekte, die von den beteiligten Hochschulen auch ohne Mitwirkung der IBH initiiert werden können, sollten von dieser nicht gefördert werden.

Rechnungshof kontrolliert Ausgaben des Landes

Der Rechnungshof übt als oberste Landesbehörde die sogenannte Finanzkontrolle für das gesamte Land aus. Er prüft die Haushalts- und Wirtschaftsführung des Landes Baden-Württemberg. Durch seine Arbeit unterstützt er Landtag, Regierung und Verwaltung bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben. Von Karlsruhe aus prüfen und beraten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rechnungshofs in finanziellen, organisatorischen und personellen Fragen alle Behörden und Einrichtungen im Land, die mit öffentlichem Geld aus dem Landeshaushalt oder mit Rundfunkgebühren ihre Aufgaben bestreiten. Kritisiert hat der Landesrechnungshof in seinem aktuellen zum Beispiel auch, dass Universitäten zu viel Energie verbrauchen, der Neubau Kinderklinik Heidelberg teurer war als der in Leipzig, es keine elektronische Arbeitszeiterfassung bei der Polizei gibt oder die Begleitung von Schwertransporten durch die Polizei nicht kostendeckend ist.

Foto: Jörg Siebauer PIXELIO

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