Landtagsabgeordneter und Ex-Verkersminister aus dem Bodenseekreis polemisiert

Ulrich Müller: Wenigstens für Radwege müsste das Geld reichen – Der Straßenbau sei sowieso tot

Bodenseekreis. Ulrich Müller (CDU) früher selbst einmal Landesverkehrsminister und weiterhin Landtagsabgeordneter aus dem Bodenseekreis polemisiert mächtig. „Wenigstens Radwege müsste es ja jetzt geben“, poltert er in Richtung von Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) in Stuttgart. 

Nichts laufe beim Straßenbau

Müller schreibt: „Dass beim Straßenbau im Bodenseekreis nach den Vorstellungen der Grünen nichts mehr laufen soll, ist allgemein bekannt. Flüsterasphalt, Tempo 30 und Radwege sind die neuen Elemente grüner Verkehrspolitik.“ Bei den Radwegen im Bodenseekreis könne die grün-rote Landesregierung jetzt beweisen, dass sie wenigstens hier etwas tut – wenigstens so viel, wie da schon in der Vergangenheit geschah, schreibt der CDU-Landtagsabgeordnete Ulrich Müller in einer Pressemitteilung.

Radweg soll kommen

Konkret und aktuell stehe da die wichtige Radwegverbindung Meersburg-Daisendorf-Mühlhofen an. Schon im Mai 2010 hat Ulrich Müller mitgeteilt, dass dieser Radweg in das Förderprogramm des Landes für die Jahre 2011-2015 aufgenommen worden sei – die halbe Miete. Da jetzt die kommunalen Mitfinanzierungsanteile u.a. durch Gemeinderatsbeschlüsse in Meersburg und Daisendorf gesichert sind, sollte jetzt ein Förderantrag seitens des Landes auch bewilligt werden, schreibt Müller. „Was damals noch Zukunftsmusik war, ist jetzt in der konkreten Umsetzung – nämlich das Traktorenmuseum in Mühlhofen – ein zusätzlicher Grund, diesen Radweg, der auch im Radwegeprogramm 2008 des Bodenseekreises ganz vorne steht, alsbald durch das Land zu fördern.

Und noch ein Radweg

Bei den Radwegen entlang von Landesstraßen steht ein Radweg zwischen Oberteuringen und Urnau im Radwegeprogramm des Kreises ziemlich weit vorne und für Ulrich Müller auf dem ersten Platz. Hier ist das Land alleiniger Bauherr und Finanzierer. Dieser vier Kilometer lange Abschnitt der L 204 hat schon seit Jahren einen relativ hohen Radverkehrsanteil, der noch gestiegen ist, seit das Land auf Betreiben Ulrich Müllers im Frühsommer 2011 den Radweg zwischen Stefansfeld und Altenbeuren – gleichfalls entlang der L204 fertiggestellt hat. „Eine durchgehende Radverkehrsverbindung von Salem über das Deggenhausertal nach Oberteurungen und von dort aus weiter in mehrere Richtungen, ist ein wichtiges Angebot für Einheimische und Touristen – wobei gerade bei uns der Radtourismus deutlich zunimmt“, ist in der Pressemitteilung von Ulrich Müller zu lesen.

Fortsetzung in Sipplingen

Und bezüglich der Radwege entlang der Bundesstraßen, muss es beim Radweg durch Sipplingen weitergehen – planerisch und finanziell. „Auch hier sind in den vergangenen Jahren, vor allem mit der Brücke über die B31, praktische Fortschritte erreicht worden, aber diese komplizierte, für den Ort wie die Radfahrer sehr wichtige, leider aber auch teure 1,7km Maßnahme im Zuge des Bodenseerundradweges muss jetzt über die Rampe gebracht werden“, fordert der Abgeordnete.

Müller fordert Land

Wenn an der einen oder anderen Stelle im Kreis zusätzlich noch etwas im Radwegebau geschieht, sollte es allen recht sein, aber diese drei Maßnahmen, jeweils ein kommunaler Radweg mit Landeszuschuss, eine reine Landesmaßnahme und ein Radweg entlang einer Bundesstraße, der aber auch vom Land zu planen und zu entscheiden ist, stehen für den Landtagsabgeordneten Ulrich Müller aktuell im Vordergrund und er hoffe unter der grün-roten Regierung auf mindestens gleichgute Zeiten beim Radwegbau im Bodenseekreis.

Ein Kommentar to “Landtagsabgeordneter und Ex-Verkersminister aus dem Bodenseekreis polemisiert”

  1. Fossibär
    9. November 2012 at 14:07 #

    Die Kommunen stehen allerdings mindestens genauso unter Beobachtung, so zum Beispiel das Kommunalparlament der Stadt Konstanz. Ob wir ihn jemals erfahren werden, den Radweg entlang der K6172 von Dingelsdorf über Dettingen nach Allensbach? Strengt Euch bitte an!
    http://goo.gl/pDwo0

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