LBU bedauert Ausscheiden Hahns aus Überlinger Gemeinderat

Martin Hahn „Stimmenkönig“ bei letzter Wahl – Partnerschaft nicht ohne Auswirkungen

Überlingen. Die LBU erklärte heute, sie bedaure, dass Martin Hahn aus dem Gemeinderat ausscheidet. Hahn war bei der Kommunalwahl im vergangenen Jahr noch „Stimmenkönig“ und trug zum guten Abschneiden der LBU bei. Auch die LBU wies aber darauf hin, dass es Auswirkungen auf die Arbeit im Gemeinderat habe, dass Hahn und Oberbürgermeisterin Sabine Becker ein Paar sind.

LBU sah Hahns Zögern nicht blauäugig zu

Die LBU habe im letzten Jahr bei der Kommunalwahl einen großen Vertrauensbeweis der Überlinger Bürger erhalten, zu dem die Stimmenzahl von Martin Hahn als „Stimmenkönig“ maßgeblich beigetragen habe, schreibt Astrid Eilers im Namen von Vorstand und Fraktion der LBU. „Dieses Ergebnis ist für uns Verpflichtung und deshalb nehmen wir alle das uns erteilte Mandat sehr ernst“, so Eilers weiter. „Gleichwohl ist uns klar, dass die Partnerschaft zwischen Frau Becker und Martin Hahn Auswirkungen auf seine Gemeinderatstätigkeit hat.“

Große Projekte beschäftigen Gemeinderat längerfristig

Nach Rückkehr aus den Ferien habe die LBU dieses Thema nochmals sehr offen unter Berücksichtigung der anstehenden politischen Aufgaben und des vorliegenden Terminplanes der Gremien diskutiert. Die aktuellen größeren Projekte wie die Verkehrsberuhigung der Innenstadt oder die geplante Landesgartenschau 2020 sowie die zur Konsolidierung des Haushalts notwendige Strukturkommission bestimmten die kommende Gemeinderatstätigkeit längerfristig, so Eilers.

Franz-Joseph Thalhofer rückt nach

„Da sich nach Ende der Sommerpause abgezeichnet hat, dass sich die ursprüngliche Zeitplanung für die Strukturkommission nicht halten lässt, hat Martin Hahn sich entschlossen, sein Mandat im November niederzulegen und seinen Nachfolger Franz-Joseph Thalhofer, der schon seit vielen Jahren im Vorstand der LBU tätig ist und die Gemeinderatsarbeit verfolgt hat, zusammen mit der Fraktion mit den anstehenden Aufgaben vertraut zu machen“, teilte die LBU mit. „Damit möchte er eine kontinuierliche Mitarbeit der LBU an den anstehenden wichtigen politischen Aufgaben sicherstellen und eine Teilnahme seines Nachfolgers an der Klausurtagung des Gemeinderates ermöglichen.“

Vorrang für Sachlichkeit

Wörtlich erklärte Eilers: Uns allen fällt dieser Schritt nicht leicht. Es ist uns aber daran gelegen, unsere kommunalpolitische Arbeit auf sachlicher Ebene zu leisten und wir haben höchsten Respekt vor dem Privatleben der handelnden Personen.“ Die LBU sei Martin Hahn für seine langjährige, von großem politischen Gespür geprägte Arbeit im Überlinger Gemeinderat zu großem Dank verpflichtet. „Diese Arbeit werden wir wie in den letzten Jahren kritisch aber sachbezogen, konstruktiv und im Dialog mit allen Beteiligten fortsetzen“, so Astrid Eilers. Zuletzt hatte es n der Öffentlichkeit in Zusammenhang mit dem Verbleib Hahns im Gemeinderat einige Irritationen gegeben.

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