Letzte Punks fuhren gegen 21 Uhr mit der Bahn ab

Beim Punkerpicknick in Friedrichshafen neun Personen in Gewahrsam genommen

Friedrichshafen (wak) Beim Punkerpicknick in Friedrichshafen kontrollierte die Polizei am Samstag 145 Punks und zehn Personen aus der rechten Skinheadszene, die das Treffen stören wollten. 23 Jugendlichen, darunter einem 13-jähriges Mädchen, verwehrte die Polizei den Zugang zum Punkerpicknick in den Grünanlagen beim Graf-Zeppelin-Hauses in Friedrichshafen aus Gründen des Jugendschutzes. Während des Punker-Treffens kam es zu keinen Straftaten an unbeteiligten Dritten. Das berichtete die Polizei.

Bereitschaftspolizei im Einsatz

Am Samstag ab 12 Uhr, fand in den Grünanlagen unterhalb des Graf-Zeppelin-Hauses in Friedrichshafen das Treffen der Punker statt. Die Szene hatte für dieses Treffen unter dem Namen „Punkerpicknick“ im Internet und über Mundpropaganda geworben. Aufgrund der Erfahrungen bei zwei Veranstaltungen ähnlicher Art in den Jahren 2007 und 2009, wo es zu einer Vielzahl von Ordnungsstörungen sowie Straftaten gegen Polizeibeamte kam, gab es am Veranstaltungstag umfangreiche Personenkontrollen auf dem Weg zum Veranstaltungsort. Das Polizeirevier Friedrichshafen wurde hierbei von Kräften der Bereitschaftspolizei Biberach unterstützt. Bei den Kontrollen wurden insgesamt 145 Personen kontrolliert, welche an dem Punkerpicknick teilnehmen wollten. Außerdem wurden 10 Personen aus der rechten Skinheadszene überprüft, die die Veranstaltung durch Provokationen stören wollten.

Rechte Schläger in polizeiliches Gewahrsam genommen

Gegen 14.20 Uhr erschienen vier polizeibekannte Personen der rechten Szene am Graf-Zeppelin-Haus. Die teilweise Alkoholisierten verhielten sich aggressiv und wollten eine größere Schlägerei provozieren. Darauf hin kam zu einer tumultartigen Szene. Durch das sofortige Eingreifen der Polizei konnte eine größere Schlägerei jedoch verhindert werden. Die vier Personen der rechten Szene wurden unter Anwendung von Zwangsmaßnahmen in Gewahrsam genommen und in Arrestzellen beim Polizeirevier untergebracht. Gegen 16 Uhr randalierte dann eine alkoholisierte Person der rechten Szene in der Schanzstraße und pöbelte Passanten an. Auch dieser Mann war offensichtlich auf dem Weg zum Punkerpicknick. Er wurde bis zum Ende des Punkerpicknicks in Gewahrsam genommen.

15 Flaschen Brandwein und eine Musikanlage einkassiert

Im Zusammenhang mit dem Punkerpicknick wurden 155 Personen überprüft. 23 Jugendliche bis 16 Jahren, darunter einer 13-Jährigen, wurde der Zugang zum Punkerpicknick durch die Polizei aus Jugendschutzgründen verwehrt. Weitere 41 Jugendliche zwischen 16 bis 18 Jahren wurden nur mit Erlaubnis der Eltern zum Punkerpicknick zugelassen. Insgesamt wurden vier Strafverfahren wegen Beamtenbeleidigung, Verstoß gegen das Waffengesetz und wegen einer gefährlichen Körperverletzung eingeleitet. Darüber hinaus werden mehrere Verfahren wegen Ordnungsstörungen der zuständigen Bußgeldbehörde übersandt. Neun Personen wurden in Gewahrsam genommen und in Arrestzellen untergebracht. 15 Flaschen Branntwein sowie eine Verstärkeranlage wurden in Verwahrung genommen.

Keine Straftaten gegen unbeteiligte Dritte

Obwohl sich viele Passanten über das lautstarke und optisch gewöhnungsbedürftige Verhalten der Punker beschwerten, ging das konsequente Konzept von Polizei und Stadt Friedrichshafen mit Vorkontrollen und Platzverweisen nach Mitteilung der Polizei auf. Es kam zu keinen Straftaten an unbeteiligten Dritten, die Ordnungsstörungen hielten sich in Anbetracht der großen Zahl an überwiegend alkoholisierten Teilnehmern in Grenzen, der Jugendschutz konnte laut Polizei durchgesetzt werden. Das Punkerpicknick endete gegen 19.30 Uhr. Die letzten Punker fuhren gegen 21 Uhr mit Zügen wieder in Friedrichshafen ab.

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