Leuchttürme des Konstanzer Konziljubiläums 2013 und 2014

Konstanz. In diesem Jahr erscheint die Faksimileausgabe der Richental-Chronik neu. Auf den Markt bringt sie die Wissenschaftliche Buchgesellschaft. Richtental gilt als der Klatschreporter der Zeit des Konzils. Er beschrieb in seiner Chronik den Alltag, zum Beispiel wie italienische Bäcker mit ihren Öfen über die Alpen zogen oder wie sich Herren mit schönen Frauen, die auch Dirnen gewesen sein könnten, in Gartenwirtschaften niederließen. Die Stadtverwaltung stellte einem Gemeinderatsausschuss in der vergangenen Woche einige Projekte vor, die in diesem Jahr und 2014 geplant sind. Die Stadt spricht von einem  „wichtiger Meilenstein für das Konziljubiläum“, das 2014 beginnt.

Projekte anlässlich des Konziljubiläums

Das Programm für das Konziljubiläum habe „markante und vielversprechende Konturen“ erhalten, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. In der Sitzung des Betriebsausschusses „Konzilstadt Konstanz“ in der vergangenen Woche habe Ruth Bader, die Geschäftsführerin des Eigenbetriebs „Konzilstadt Konstanz“, Einblicke in den Stand der Vorbereitungen zum Konziljubiläum gegeben. Im Mittelpunkt standen laut Medienmitteilung vor allem das Jubiläumsprogramm 2014 und das vorbereitende Jahr 2013.

Auftakt in Lodi schon 2013

Das zentrale Leitprojekt für 2013 sei die Faksimileausgabe der Richental-Chronik, die in diesem Jahr von der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft auf den Markt gebracht werde. Ein weiteres wichtiges Datum sei die Auftaktveranstaltung zum Konziljubiläum in der Partnerstadt Lodi, die für Aufmerksamkeit sorgen werde.

Projekte 2014

Zu den Leitprojekten für das Jahr 2014 zählen die große Landesausstellung „Weltereignis des Mittelalters“, die das Badische Landesmuseum im Konzilgebäude zeigt, die Konzilfestspiele auf dem Münsterplatz sowie Diskurse unter dem Motto „Zukunft der Menschheit“.

Leben während der Konzilzeit

Tobias Engelsing, Direktor der Städtischen Museen, skizzierte die Erweiterung der Dauerausstellung „Konstanz „1414“ im Rosgartenmuseum. Multimediale Angebote zur Vermittlung der Lebensumstände der damaligen Menschen richten sich hier vor allem an Schulklassen und jüngere Zielgruppen.

Konzilpavillon der Toruistiker

Norbert Henneberger, Leiter der Tourist-Information, stellte den Konzilpavillon vor, der ein zentraler Empfangs-, Begegnungs- und Informationspunkt für das Konziljubiläum werden solle. Unter dem Begriff „Erlebbares Mittelalter“ möchte die Tourist-Information das Leben zur Konzilzeit für Gäste wie für Einheimische anschaulich darstellen. Dazu gehört zum Beispiel auch der Nachbau eines mittelalterlichen Lastenkahns durch historische Handwerkstechniken und mit authentischen Werkzeugen. Nicht alle Zuhörer waren aber laut Medienmitteilung vom Konzept überzeugt.

Videoinstallation

Das von Sarah Müssig, der Leiterin des Kulturbüros, vorgestellte Projekt „Your Eyes on me“ sei sehr dagegen positiv aufgenommen worden. Multimediale Videoinstallation sollen, wie die Stadt mitteilte, während des Konziljubiläums fünf Wochen lang Konstanz mit seinen fünf Partnerstädten Fontainebleau, Lodi, Tabor, Richmond und Suzhou verbinden.

Knapp zwei Millionen für 2013 und 2014

Für die Projekte veranschlagt die Stadt  2013  555.000 Euro sowie 2014 in Höhe von 1.2 Millionen Euro. Detailliertere Informationen zu den Projekten gibt’s im Büro der Konzilstadt und im Internet unter http://www.konstanzer-konzil.de/web/index.php/de/component/content/article/17-augenblick/projekte/435-jubilaeumsprojekte.

Foto: Szene aus der Richentaltchronik, abfotografiert vom Deckengemälde im Eingangsbereich des Rosgartenmuseums

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  1. Leuchttürme des Konstanzer Konziljubil&aum... - 7. Februar 2014

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