Linke Liste erhebt Vorwürfe gegen Konstanzer Bürgeramt wegen angeblicher Standgenehmigung für Antisemiten und Rassisten

Empörung bei Linker Liste Konstanz – Holger Reile kritisiert Genehmigung für Aktivisten der „Universalen Kirche“ (UK)

Konstanz. Die Linke Liste Konstanz ist der Meinung, dass das Konstanzer Bürgeramt allzu blauäugig angeblich dubiosen Gruppen Standgenehmigungen erteilt. Stadtrat Holger Reile erklärte, die Linke Liste habe das Bürgeramt bereits mehrfach aufgefordert genauer zu prüfen. Stein des Anstosses waren zuletzt angebliche Franziskanermönche.

Kritik an Stand von „Bruderschaft der Menschheit“

Erst kürzlich habe das Bürgeramt der Stadt Konstanz der sogenannten „Bruderschaft der Menschheit“ einen Stand an der Marktstätte genehmigt. Mehrere Personen aus dieser Gruppe trugen laut Linker Liste Franziskanerkutten und erklärten, sie seien Mitglieder des angesehenen Ordens. Das sei ein „Etikettenschwindel“ gewesen, denn bei den angeblichen Ordensleuten handelte es sich um Aktivisten der „Universalen Kirche“ (UK), die als extrem antisemitisch gilt, so Reile.

Vortäuschung falscher Tatsachen

Reile klärte auf: Schon mehrmals seien Mitglieder dieser Gruppierung deswegen rechtskräftig verurteilt worden, ihr „Führer“ Peter Leach-Lewis habe seit 1998 Einreiseverbot für die Schweiz. In früheren UK-Rundschreiben seien Juden als „Gezücht“, „Ungeziefer“ und „Pöbel“ verunglimpft worden. „Das alleine wäre schon Grund genug, diesen Hasspredigern keine Stände zu genehmigen“, so Reile. Dass sie sich neuerdings als Franziskaner ausgeben, erfülle den Tatbestand der Vortäuschung falscher Tatsachen.

Heftige Kritik am Bürgeramt

Reile erklärte wörtlich: „Schon mehrmals haben wir das Bürgeramt gebeten, bei der Standvergabe an dubiose und quasireligiöse Vereinigungen mehr Fingerspitzengefühl an den Tag zu legen und im Vorfeld die Einschätzung von ausgewiesenen Fachleuten einzuholen.“ Reile weiter: „Doch man glaubt offensichtlich immer noch, darauf verzichten zu können.“ Das sei ein Fehler, wie der geschilderte Fall zeige. „Wir fordern das Bürgeramt erneut auf, Rassisten und Antisemiten ab sofort keine Sondernutzungserlaubnis mehr zu gewähren“, verlangt die Linke Liste.

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