Manege frei in Konstanz und Kreuzlingen: Grenzüberschreitender K&K Weihnachtszirkus

Nachgefragt bei Zirkusdirektor Rolf Stey – Zirkus-Dinner und Zirkuskunst ab 15. Dezember

Konstanz/Kreuzlingen. Weltklasse Artisten in der Manege und Kochkünstler am Herd. In wenigen Tagen, am 15. Dezember, heißt es Manege frei für den Weihnachtszirkus der Artistendynastie Stey in Konstanz und Kreuzlingen. Mit ihrem grenzüberschreitenden Zirkus und ihren circensischen Künsten wollen die Zirkuskünstler das Publikum in den Bodensee Städten begeistern. Zirkustiere gibt es nicht. Premiere ist am 15. Dezember. Wir fragten bei Zirkusdirektor Rolf Stey nach.

See-Online: In Zürich oder Stuttgart gehören die Weihnachtszirkusse längst genauso zum Fest wie Weihnachtsbäume. Seit wann hatten sie geplant, mit einem Weihnachtszirkus nach Konstanz und Kreuzlingen zu kommen.

Rolf Stey: Wir hatten die Idee schon längere Zeit und dachten, jetzt ist sie reif.

See-Online: Wie groß ist die Zirkusbegeisterung bei den Konstanzern und Kreuzlingern. Wie läuft der Vorverkauf und ist die Premiere schon ausverkauft?

Rolf Stey: Der Vorverkauf läuft gut und die Premiere hat noch wenige Tickets übrig.

See-Online: Sie haben uns Varieté und ein abwechslungsreiches Programm mit „klassischen Nummern“ versporchen. Eine Akrobatin balanciert mit dem Einrad auf der Weltkugel, die beiden Bauchredner Roli Berner und Fred van Halen sind mit von der Partie, ein Schlangenmensch hat seinen Auftritt und Jongleure zeigen ihre Luftnummern. Sie geben den „dummen August“. Welche Nummer ist Ihr ganz persönlichen Highlight?

Rolf Stey: Es gibt einige – aber wichtig ist, dass das Ganze eine Einheit wird.

See-Online: Zirkustiere kommen in Ihrem Programm nicht vor. In Deutschland sollen Zirkustiere wie Elefanten bald ganz aus den Manegen verschwinden. Was halten Sie davon, ist traditioneller Zirkus ohne Zirkustiere vorstellbar?

Rolf Stey: Über Exoten gehen die Meinungen auseinander – wir sind sicher, dass Zirkus auch ohne exotische Tiere eine Chance hat.

See-Online: Sie gehören einer berühmten Zirkusdynastie an. Gab es in ihren Zirkussen früher Tiere?

Rolf Stey: Es gibt die noch heute – nur wie gesagt: Wir verzichten seit über 15 Jahren auf Exoten – wir haben nur noch Pferde, Lama etc.

See-Online: Wir haben den Zirkus Knie und Krone gesehen und früher den großen Zirkus Barum. Ist es Tierquälerei, wenn Zirkusse Elefanten und Raubtiere mit auf Reisen nehmen?

Rolf Stey: Wir können nicht beurteilen wie andere Zirkusse Tiere halten.

See-Online: Apropos Reisen. Sprechen wir noch ein bisschen über den Weihnachtszirkus. Wo werden die Artisten wohnen?

Rolf Stey: Die meisten unserer Artisten kommen mit ihren Wohnwagen und wohnen bei der Bodensee-Arena in Kreuzlingen.

See-Online: Dass das Zirkuszelt beheizt ist, habe Sie schon im Sommer bei der Pressekonferenz gesagt. Werden Sie auch noch einen flauschigen Teppichboden auslegen?

Rolf Stey: Ja, es wird das ganze Vorzelt mit Teppichen ausgelegt.

See-Online: Zirkus-Dinner sind eine Attraktion. Während der Vorstellung serviert der Friedrichshafener Event-Caterer Föhr im Zirkuszelt ein 3-Gang-Menü. Wissen Sie schon womit die Köche das Publikum bekochen werden?

Rolf Stey: Vom 15 bis 23. Dezember gibt es ein erlesenes 3-Gang-Dinner – Silvester ein tolles 4-Gang-Menü.

See-Online: Am Silvesterabend ist also ein besonderer Abend mit einem 4-Gang-Menü geplant. Sind noch Karten für die letzte Vorstellung zu haben?

Rolf Stey: An Silvester haben wir noch etwa 180 freie Plätze – bei 500 Karten. Wir versprechen, das wir dein tolles Fest.

See-Online: Vielen Dank für das Gespräch. Auf Wiedersehen im K&K Weihnachtszirkus.

Wer online ein Ticket kaufen möchte, kann es an der virtuellen Zirkuskasse des K&K Weihnachtszirkusses tun. Karten gibt es außerdem Stadtmarketing und Kreuzlingen Tourismus.

Mehr Infos über den K&K Weihnachtszirkus präsentiert der Zirkus auf seiner Website.

Hier geht’s direkt um Flyer Din lang_Flyer_Winterzirkus_Internet

Ein Kommentar to “Manege frei in Konstanz und Kreuzlingen: Grenzüberschreitender K&K Weihnachtszirkus”

  1. Tilmann Breetsch
    3. Dezember 2011 at 00:42 #

    Da Zirkusse keine Lobby haben, wurden vom Bundesrat die gutmenschlichen Befehle der PETA-AktivstInnen gerne befolgt. Widerstand war nicht zu befürchten, der Heiligenschein gewiss. Entgegen anderen Kultureinrichtungen werden Zirkusse nicht staatlich gefördert. Deswegen sind die Zirkuszeiten jetzt endgültig vorbei. Ohne Tiere wird ein Zirkus zu schnödem Varieté. Aber das ist ja egal, denn Kinder können ja am Computer oder im Fernsehen nachgucken, wie Tiere riechen, sich anhören und anfühlen. Mal sehen, wie lange es dauert, bis Katzen und Hunde verboten werden.

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