Match Race Germany: Damien Iehl und Francesco Bruni führen

Leichte Winde vor dem Gewitter fordern die Match-Race-Profis

Langenargen. Im 14. Match Race Germany ist am Donnerstag die erste Qualifikationsrunde fortgesetzt worden. In teilweise extrem leichten Winden konnte Wettfahrtleiter Rudi Magg vom gastgebenden Yacht Club Langenargen drei Läufe durchbringen, bevor ein heftiges Gewitter mit Sturmböen und Regenschauern den Großen Preis von Deutschland um 17 Uhr unterbrach. Nach insgesamt elf von 22 Läufen und 33 Duellen führen Damien Iehls French Match Racing Team und das italienische Team Mascalzone Latino um Steuermann Francesco Bruni das Klassement mit jeweils fünf Siegen zur Halbzeit der ersten Qualifikationsrunde an.

Zwölf Teams aus neun Ländern beim Flautenpoker

Der Flautenpoker forderte den zwölf Teams aus neun Ländern am Donnerstag ihr ganzes Können und viel Nervenstärke ab. Der viermalige Match-Race-Weltmeister Peter Gilmour (YANMAR Racing) aus Australien sagte: „Natürlich spielt an solchen Tagen auch der psychologische Faktor eine wichtige Rolle: Wer hat die beste Geduld, wer kann sich am am schnellsten konzentrieren, wenn nach längerem Warten wieder ein Startschuss fällt. Das alles gehört bei einem Sport in der Natur dazu…“

Deutscher Match Race Meister glücklos

Der Deutsche Match Race Meister Stefan Meister blieb auch am zweiten Tag des deutschen Match-Race-Klassikers ohne Fortune. Seine fünfköpfige Crew verlor weitere drei Duelle und muss nun fast alle der noch ausstehenden fünf Matches in der ersten Qualifikationsrunde gewinnen, um ihre Chancen auf den Einzug in die Zwischenrunde zu wahren. „Wir haben nun zwar unsere Starts ganz gut im Griff, dafür aber auf dem Kurs einige Fehler gemacht“, sagte Meister angesichts der 0:6-Bilanz, „unser Einzug in die nächste Runde ist unwahrscheinlicher geworden, aber wir werden weiter um jeden Punkt kämpfen.“

Flauten-Profiteure

Glück hatte das Team des ehemaligen dänischen Tour-Gewinners Jesper Radich (Adrian Lee & Partners Racing Team), dessen Crew-Mitglied Dave Swete sich vor zwei Tagen den Fuß verstaucht hatte und mangels Ersatzmann trotzdem segeln musste. Radichs Mannschaft kam am Donnerstag aufgrund der flautenbedingten Verzögerung gar nicht zum Einsatz. Trimmer Christian „Blumi“ Scherrer aus der Schweiz sagte: „Das kam uns gelegen. So konnte sich Dave einen weiteren Tag erholen. Wir mussten aufgrund seiner Verletzung die Crew umstellen, ihn das Großsegel übernehmen lassen. Wir konnten nicht so segeln wie wir trainiert hatten. Unter diesen Umständen sind wir mit unserer 3:2-Bilanz nach fünf Duellen ganz zufrieden.“

Profi-Kommentator für Wirtschaftsbosse

Während sich die Segler draußen auf dem Bodensee in Feingefühl am Steuer übten, strömten an Land die ersten Besucher in das Race Village im Langenargener Gondelhafen. ZDF-Reporter Nils Kaben kommentierte die spannenden Rennen für sein Publikum, darunter 80 Mitglieder des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW). Die Unternehmer und Geschäftsführer waren der Einladung der Veranstalter des Match Race Germany gefolgt.

Finalläufe am Sonntag

Das Match Race Germany wird am Freitag fortgesetzt und endet am 29. Mai mit den Finalläufen und der Siegerehrung. Für die Profiteams geht es auf dem Bodensee in mehr als 100 Duellen um 50.000 US-Dollar und wichtige Ranglistenpunkte für die Weltmeisterschaftswertung der World Match Racing Tour, in deren Rahmen über neun WM-Läufe bis zum Finale beim Monsoon Cup im Dezember insgesamt 1,75 Millionen US-Dollar an die Top-Skipper ausgeschüttet werden.

Match Race Germany bewegt! „Morning Show“, Live-Übertragungen und die „Today Show“ sehen via Internet: www.matchrace.de.

Foto: Felix Kästle / MRG

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