Mehr tun für die „Soziale Stadt“

Konstanzer Stadträtin Hanna Binder unzufrieden

Konstanz (wak) Wenn es nach der Konstanzer Stadträtin Hanna Binder (SPD) ginge, hätte sich die Stadt Konstanz in der Vergangenheit mehr für die „Soziale Stadt“ im Berchengebiet engagiert. Wie berichtet ist die „Soziale Stadt“ ein Förderprogramm, mit dessen Hilfe Kommunen mit finanzieller Unterstützung von Bund und Land benachteiligte Quartiere nach vorn bringen können. Das Berchengebiet ist so ein Brennpunkt. 2,5 Millionen Euro gab es insgesamt zu verteilen.

Investitionen in Mietshäuser nur ein Anfang

Den Anstoss dafür, dass das der Stadtteil Berchengebiet/Öhmdwiesen zur „Sozialen Stadt“ wurde, gab die SPD. Mittlerweile ist in dem Quartier, in dem vergleichsweise mehr Zuwanderer als in anderen Konstanzer Stadtteilen leben und in dem das Mietpreisniveau etwas unter dem in anderen Teilen der Stadt liegt, auch schon einiges getan worden. Baugesellschaften haben Mehrfamilienhäuser saniert und ein Jugendtreff ist entstanden. Es wurde aber nicht nur in Gebäude oder Einrichtungen investiert: So kümmert sich der Verein „WiZiK“ ganz praktisch um die Integration ausländischer Familien und will so die Bildungschancen der Kinder aus Zuwandererfamilien erhöhen.

Lebensqualität im Quartier verbessern

Ein neuer Grüngütel sowie Spiel- und Sportplätze sollen die Lebensqualität in dem Quartier weiter verbessern. Kontakte zwischen den Bewohnern könnten in einem „Interkulturellen Garten“ entstehen, den Familien unterschiedlicher Nationalität gemeinsam pflegen. Der Verein WiZiK will den ersten „Interkulturellen Garten“ in Konstanz im Berchengebiet anlegen.

Hanna Binder fordert höheres Tempo

Stadträtin Hanna Binder sagte, ihr gehe aber alles viel zu schleppend. Denn die „Soziale Stadt“ gibt es schon seit 2004. Kritisiert worden ist seitens der SPD, dass der Quartiersmanager erst jetzt eingestellt worden sei. 2012 läuft das Förderprogramm aus. Hanna Binder sagte: „Große Projekte sind nach hinten gerutscht.“ Die Stadträtin regte an, über eine Aufstockung des Programms „Soziale Stadt“ nachzudenken. Möglich wäre es offenbar auch, einen Verlängerungsantrag zu stellen.

Foto:  Saniertes Mehrfamilienhaus/wak

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