Mieterbund Bodensee über Blumenkästen und Blumentöpfe

Abstürzender Topf als Kündigungsgrund – Stadtgrün auf Balkonen erlaubt

Konstanz. Der Deutsche  Mieterbund  Bodensee  e.V. informiert rechtzeitig zur Pflanzzeit über grüne Balkone. „Es ist wieder die Zeit, in der bei uns nachgefragt wird: ,Darf ich als Mieter Blumenkästen an meinen Balkon hängen oder nicht’“, heißt es in einer Mitteilung. See-Online hilft Balkongärtnern gern weiter.

Hierzu die Auffassung des Mieterbunds

Blumenkästen und Blumentöpfe dürfen auf dem Balkon aufgestellt oder angebracht werden. Voraussetzung – so sagen es der Deutsche Mieterbund Bodensee e.V. und Herbert Weber, Vorsitzender des Mieterbunds Bodensee – ist, dass die Blumentöpfe ordnungsgemäß befestigt sind. Es muss sichergestellt sein, dass sie auch bei starkem Wind nicht herabstürzen und Passanten oder Nachbarn gefährden können. Dann dürfen Blumenkästen auch an der Außenseite des Balkons befestigt werden (LG Hamburg 316 S 79/04).

Herabstürzender Topf Kündigungsgrund

Anders, wenn die Blumentöpfe, beispielsweise im dritten Stock, ungesichert, vollkommen frei auf einem Blumenregal stehen. Hier kann der Vermieter entsprechende Absicherungen oder die Beseitigung der Balkonbepflanzung fordern. Reagiert der Mieter überhaupt nicht, obwohl ein Blumentopf herabstürzt, kann der Vermieter fristlos kündigen (LG Berlin 67 S 278/09).

Keine Dusche für Untermieter

Nach Informationen des Deutschen Mieterbund Bodensee e.V. müssen Nachbarn eventuell herabfallende Blüten und Blätter dulden. Die Balkonbepflanzung, zum Beispiel stark wuchernder Knöterich, muss zurückgeschnitten werden, wenn er über die Balkonbrüstung wächst (LG Berlin 67 S 27/02). Und natürlich muss beim Blumengießen darauf geachtet werden, dass das Wasser nicht die unten wohnenden Mieter trifft (AG München 271 C 73794/00).

Foto: Florentine PIXELIO www.pixelio.de 

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