Mit neuem Kreisvorstand und Wahlkampfteam im Bodenseekreis ins Bundestags-Wahljahr

Friedrichshafen. Die Partei Bündnis 90 / Die Grünen im Bodenseekreis geht mit großem Optimismus ins Bundestags-Wahljahr 2013. Im Hotel „Schlossgarten“ wählten die 28 anwesenden Wahlberechtigten (von derzeit 166 Mitgliedern im Kreis) nicht nur einen neuen Vorstand, sondern auch ein Wahlkampfteam, das helfen soll, den Wechsel zu Grün/Rot nach Stuttgart auch in Berlin zu schaffen.

Bündnisgrüne starten ins Bundestagswahljahr

Mit dem Bundestagskandidaten Alexander Gaus (Owingen), MdL Martin Hahn (Bonndorf), Dr. Isolde Riede (Überlingen), Markus Böhle (Immenstaad) und Kreisschatzmeister Johannes Oerter (Friedrichshafen) wurde die Vorstandsarbeit am Donnerstagabend erneut auf fünf Köpfe verteilt. Im Wahlkampfteam wollen die bisherigen Vorstandsmitglieder Wolfgang Metzler (Uhldingen-Mühlhofen) und Klaus Lindemann (Immenstaad) den jungen Kandidaten unterstützen. In die Wahlkommission wurde Irene Alpes (Überlingen) gewählt.

Alex Gaus blickt zurück

„Wir regieren das Land“, stellte Alex Gaus in seinem Rückblick auf die zurückliegenden zwei Jahre genugtuend fest, in denen die Partei auf das hervorragende Landtagswahlergebnis von 2011 aufbaute, als man zweitstärkste Kraft im Bodenseekreis wurde. Die „Volksabstimmung zu Stuttgart 21“ habe man zwar verloren, die Demokratie aber habe gewonnen, meinte er. Bei vielen Veranstaltungen sei „Fracking“ ein Thema gewesen, das die Bündnisgrünen wie viele andere nicht wollen. In Sachen Verkehr setze man auf die Schiene und überhaupt auf ökologische Verkehrsmittel. Gaus kritisierte die Medien, die vor allem im Verlauf und nach dem jüngsten Bundesdelegiertentag in Hannover Schwarz-Grün zu einem Thema machten, das keines sei.

Den Wechsel schaffen

Wolfgang Metzler, der zehn Jahre lang im Vorstand wirkte, forderte die Mitglieder zu engagiertem Mittun vor der anstehenden Bundestagswahl auf. Zu den Erfolgsaussichten sagte er: „Hoffen wir, dass die Roten noch kräftiger werden, wir sind es schon, dann schaffen wir den Wechsel“. Der ebenfalls vom Vorstand ins Wahlkampfteam gewechselte Klaus Lindemann gab als Ziel aus: „Wir wollen den Erfolg aus der Landtagswahl bei der Bundestagswahl toppen“.

Pro Windkraft in Überlingen

Obwohl die Kreisversammlung es nicht schaffte, eine zweite Frau für die Führungsriege zu finden, gelang es, fünf Vorstandsmitglieder zu wählen. In der Diskussion äußerte Kreisrätin Irene Alpes, den Widerstand gegen Windenergieanlagen in der Region nicht zu verstehen und kündigte für die Grünen an, sich für eine Anlage im „Nesselwanger Höhenrücken“ bei Überlingen einzusetzen. Aufgegriffen wurde der Wunsch, die Kreisverbände stärker zu vernetzen, und befürwortet wurde das Ansinnen aus dem Ortsverband Tettnang, sich gegen die Werbeauftritte von Bundeswehr-Jungoffizieren beispielsweise am Montfortgymnasium in Tettnang zu wenden.

Bundestagskandidat redet sich warm

Alexander Gaus stellte schließlich das Konzept für den Bundestagswahlkampf vor und gab die Parole aus: „Wir brauchen den Wechsel“. Zu den Zielen der Bündnisgrünen gehören ein konsequenter Klimaschutz, eine erneuerbare Energieversorgung, eine ökonomisch bäuerliche Landwirtschaft, eine solidarisch nachhaltige Sozialpolitik und gerechte Rahmenbedingungen für jetzige und künftige Generationen. Die Bündnisgrünen wollen unter anderem die Bürgerversicherung, eine stärkere Beschränkung von Rüstungsexporten, eine Rücknahme der Hartz IV-Sanktionen und, so Gaus, „unsere Fehler wieder beheben“.

Die Listenaufstellung findet vom 30. November bis 2. Dezember in Böblingen statt, den Hauptwahlkampf wollen die Bündnisgrünen im Mai beginnen.

Ein Beitrag von sig.

 

5 Kommentare to “Mit neuem Kreisvorstand und Wahlkampfteam im Bodenseekreis ins Bundestags-Wahljahr”

  1. sparring
    23. November 2012 at 20:09 #

    wenn man die farben rot und grün vermischt, dann entsteht ein sehr unappetitlicher neuer farbton. um nicht zu sagen „besch…..“, pardon
    „bescheiden“. grün ist die hoffnung, rot ist die morgensonne, bevor es regnet. Na — dann mahlzeit, ob sich soviel Gegensatz verträgt ?

  2. Fafnir
    23. November 2012 at 20:58 #

    Staazis, Verbieter, Bevormunder, Geldverschwender, Gremienehocker, Planwirtschaftler, Gesellschaftstransformer, Ideologisten.

    • Kermit
      28. November 2012 at 17:37 #

      Muss man solche hirnlosen Verunglimpfungen ins Netz stellen?

  3. grünie
    24. November 2012 at 11:23 #

    Herzlichen Glückwunsch an das neue Team und vielen Dank an die kontinuierliche Arbeit der beiden ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder,

  4. Fafnir
    29. November 2012 at 07:05 #

    Verunglimpfungen? Eher deutliche Worte. Es folgt eine Erläuterung.

    Staazis: Die Grünen sind eine Partei, die sehr staatsgläubig ist. Ein grüner Obrigkeitsstaat soll installiert werden. Der kümmert sich dann um alles.

    Verbieter: Die Grünen verbieten gerne. Natürlich nur zum Wohl der Menschheit.

    Bevormunder: Die Grünen glauben nicht an Vernunft, Verstand und Selbstbestimmung der Bürger. Sie verordnen deshalb, was für die Bürger gut zu sein hat. Das ist grüner Absolutismus, der sich mittlerweile in alle gesellschaftlichen Bereiche hineingefressen hat.

    Geldverschwender: Siehe aktuellen Haushalt in BW. Und sie greifen mittels allerhand grünen Strafgebühren udn Abgaben den Bürgern in die Taschen.

    Gremienhocker: Wer bei den Grünen was wird, hat sich selten seine Meriten in der freien Wirtschaft verdient. Man muss nur lange genug in diversen Gremien abgesessen haben, dann kann man trotz wolkigem Wohlfühlstudium Fachmann für die kompliziertesten Angelegenheiten werden.

    Planwirtschaftler: Siehe Energiewende.

    Gesellschaftransformer: Die Grünen wollen den Menschen und die Gesellschaft ihrer Ideologie anpassen. Nicht umgekehrt.

    Ideologisten: Die Grünen sind sehr verbohrt und von der eigenen Wahrheit so überzeugt, wie der Papst von der Bibel. Unfehlbar sind sie genauso.

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