Nach den Sommerferien läuft die Zeit ab

Wirtschaftsverbund Überlingen (WVÜ) und Bürgerinitiative erwarten Ergebnis bis Sommer

Überlingen (wak) Der Wirtschaftsverbund Überlingen (WVÜ) und die Initiative zur Verkehrsberuhigung der Innenstadt sind sich einig: Sie erwarten angesichts der chronischen Verkehrsüberlastung der Innenstadt, dass das Ergebnis der demnächst beginnenden Moderation zur Lösung des Verkehrsproblems noch im Sommer spätestens nach den Ferien vorliegt.

Vier Monate für die Moderation

Ziele könnten dann zum Beispiel heißen: Busse raus aus der Altstadt, Entschleunigung des Verkehrs in der Franziskaner- und Christophstraße oder Verringerung des Verkehrs in der Altstadt. Die Stadtverwaltung hätte dann noch einige Wochen Zeit, um konkrete Vorschläge zu machen wie sie diese Ziele erreichen möchte. Die Mittel für nötige Investitionen müssten bei der Beratung des Haushalts für 2011 vom Kämmerer eingeplant werden, fordern WVÜ und die Bürgerinitiative. Noch in der Gemeinderatssitzung im März hatte Oberbürgermeisterin Sabine Becker in einer Antwort auf eine Bürgerfrage angedeutet, dass das Ergebnis vielleicht auch erst Anfang 2011 vorliegen könnte. So viel Geduld aber haben die Überlinger mit ihrer Verwaltung nicht mehr.

Verkehrssituation nicht mehr hinnehmbar

„Wir sind soweit einig, dass der gegenwärtige Zustand nicht länger hinnehmbar ist, es muss jetzt etwas geschehen“, fordert Josef Fuchs im Namen von WVÜ und Bürgerinitiative. Große Busse und viele Leerfahrten durch die Innenstadt sind auch ein Thema, das Birgit Frauenfelder vom WVÜ schnell angepackt sehen möchte. Größe und Anzahl der Busse, die durch die Innenstadt fahren, müssten auf das Erforderliche reduziert werden. Einig sind sich WVÜ und Bürgerinitiative, dass durch die von der Oberbürgermeisterin gewünschte und vom Gemeinderat beschlossene Moderation die Umsetzung der Entschleunigung und Verringerung des Verkehrs weiter verzögert werde. In diesem Herbst müssten aber Mittel im Haushalt 2011 eingeplant werden, damit eine Verkehrsberuhigung der Altstadt 2011umgesetzt werden könne.

WVÜ beteiligt sich an Moderationsprozess

Der WVÜ werde sich an dem Moderationsprozess beteiligen, sagte Birgit Frauenfelder. WVÜ und die Initiative zur Verkehrsberuhigung seien aber keine Verkehrsexperten. Nur so viel scheint klar: Eine Totalsperrung der Innenstadt lehnt der WVÜ genauso wie Gastronomen und die Initiative zur Verkehrsberuhigung der Innenstadt derzeit ab. Die Frage nach dem Wie müsse die Stadtverwaltung beantworten, so Frauenfelder. „Die Erarbeitung einer Lösung ist nicht Aufgabe der Bürgerschaft“, stellte auch Apotheker Josef Fuchs klar. „Das ist Aufgabe der Stadtverwaltung.“

Moderator kein Verkehrsexperte

Die Stadtverwaltung hat bisher noch keine Vorschläge gemacht, sondern einen Moderator beauftragt, der Gespräche mit Bürgern und Gruppen führen soll. Dieser Moderator ist auch kein Verkehrsexperte. Offenbar wünscht sich der Beauftragte, dass das erarbeitete Ergebnis anschließend tatsächlich umgesetzt wird. Nicht alle Mitglieder des Gemeinderats aber finden diese Idee gut.

Foto: Gorber

Ein Kommentar to “Nach den Sommerferien läuft die Zeit ab”

  1. sparring
    8. April 2010 at 22:00 #

    Nur lautes Wehklagen, – keine eigenen Ideen zur Problemlösung ! Die gleichen Protestler haben schon 2008/2009 mitgespielt, als der Bereich „Dorf“ vom Verkehr bereinigt und ein großer Teil des Verkehrsmülls in die nahen Wohngebiete verschoben wurden.

    Aufgepaßt : Wenn von der neuen Initiative nicht offengelegt
    wird, was genau mit dem „beruhigten“ Verkehr in der Innenstadt geschehen soll, dann ist ein ähnliches Verkehrsführungsdesaster
    vorprogrammiert wie in 2008. Damals entschied eine kleine Dorf-Initiative zusammen mit den Stadtoberen, wer die Gewinner der
    „Beruhigungs-Party“ (Geschäfts-und Gewerbestraßen) und wer die Verlierer sind: Die Menschen in den Reinen Wohngebieten !

    “ déja vu !“ Dieser Dolchstoß darf sich nie wiederholen.

    — sparring —

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