Nach Taxi-Mord 800 Betriebe mit Saisonarbeitern am Bodensee überprüft

Soko „Taxi“ hat noch keine heiße Spur vom mutmaßlich unberechenbaren Mörder

Bodenseekreis (red) Rund 800 Betriebe mit Saisonarbeitern, die Erntehelfer oder Gastronomie-Mitarbeiter beschäftigen, haben Kräfte der Bereitschafspolizei und der Polizeireviere Friedrichshafen und Überlingen seit Freitag im Bodenseekreis aufgesucht. Die Beamten hofften Hinweise auf den Aufenthaltsort oder zur Identität des unbekannten gefährlichen Täters zu erhalten, der die brutalen Verbrechen an Taxifahrerinnen in Singen und Hagnau verübt hat. Der Mörder von Hagnau, der vermutlich mit dem Vergewaltiger aus Singen identisch ist, soll Deutsch mit osteuropäischem Akzent gesprochen haben.

Polizei bittet Bevölkerung wachsam zu sein

Bislang gibt es jedoch nach wie vor keine heiße Spur von dem Mann, der am Dienstagnachmittag eine 44-jährige Taxi-Fahrerin in Singen entführt, vergewaltigt und schwer verletzt hat. Die Polizei kann weiterhin nicht ausschließen, dass sich der Gesuchte, der im Verdacht steht, wenige Stunden später am Mittwochvormittag auch eine 32-jährige Taxi-Fahrerin in Hagnau ermordet zu haben, noch in der Region aufhält. Die Bevölkerung wird deshalb um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten.

Mutmaßlicher Mörder ist gefährlich

Hier noch einmal die Beschreibung des Verbrechers, den die Ermittler für sehr gefährlich und unberechenbar halten: 20 bis 25 Jahre alt, etwa 180 Zentimeter groß, sehr schlank, auffallend helle Hautfarbe, kurze, dunkelblonde Haare, spricht gebrochen deutsch, trug Jeans, ein kurzärmliges, schwarzes Hemd, schwarze, spitz zulaufende Schuhe und ein schwarzes Basecap. Außerdem führte er eine schwarze Tasche mit einer Schnalle und einem Trageriemen mit sich.

Soko „Taxi“ verfolgt momentan 500 Spuren

Die gemeinsame Sonderkommission „Taxi“ der Polizeidirektionen Konstanz und Friedrichshafen geht derzeit rund 500 Spuren und Hinweisen nach. Personen, die den auf dem bereits veröffentlichten Phantombild abgebildeten Mann gesehen haben oder Hinweise zu seinem derzeitigen Aufenthaltsort geben können, werden gebeten, sich mit der Sonderkommission „Taxi“, Tel. 07541/701-2029, in Verbindung zu setzen.

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.