Nach über 20 Jahren Wartezeit ist die Sanierung in Sicht

Anwohner fordern Schluss mit Schlaglöchern und wackelnden Fassaden

Konstanz (gro) Nach über 20 Jahren Wartezeit wird die Obere Laube endlich hergerichtet. Und nun geht es ganz schnell: Bereits im kommenden Jahr wird mit der längst fälligen Sanierung begonnen. Denn jetzt pressiert es auf einmal, wenn der vom Regierungspräsidium zugesagte Zuschuss nicht verloren gehen soll: Rund 750.000 Euro steuern Land und Bund bei, immerhin die Hälfte der veranschlagten Sanierungssumme in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Und saniert werden muss das Doppelstrassenstück zwischen Lutherplatz und Schnetztorkreuzung sowieso.

Als Ralf Fischer die Untere Laube „abrasieren“ liess

23 Jahre sind es inzwischen her, dass die Untere Laube umfassend saniert wurde. Dazu gehörten seinerzeit umfangreiche Neupflanzungen der marode gewordenen Alleebäume, eine streckenweise schockierende Massnahme, die dem damaligen Baubürgermeister Ralf Fischer den Vorwurf bescherte, die Untere Laube „herzlos abrasiert“ zu haben. Die damals neu gepflanzten Ahornbäume sind inzwischen zu kräftigen Alleebäumen heran gewachsen, und die Untere Laube gehört zu den prächtigsten Strassenstücken der Stadt.

Die 75 Parkplätze bleiben erhalten

Umso mehr steht nun der Zustand der Unteren Laube in der Kritik. Dieser Abschnitt, der mit seinen Schlaglöchern die angrenzenden Bauwerke Tag und Nacht erzittern lässt, sollte längst ebenfalls saniert sein. Doch die Massnahme wurde immer wieder hinausgeschoben. Zuletzt wurde sie im Mai 2004 im Technischen Ausschuss behandelt. Nun dürfte nach dem vor über sechs Jahren vorgestellten Konzept verfahren werden. Einer der Kernpunkte ist, die 75 vorhandenen Parkplätze im Mittelteil der Oberen Laube zumindest vorerst zu erhalten. (Auf der Unteren Laube waren seinerzeit viele Stellpätze, nicht zuletzt im Hinblick auf das damals neue Parkhaus Laube, gestrichen worden.) Die Parkplätze der Oberen Laube könnten nachträglich aufgelassen werden, und zwar etwa dann, wenn eines Tages Parkhäuser am Lutherplatz und auf dem Döbele realisiert werden. Go, Bürgermeister Kurt Werner, go!

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