Nachgefragt: Wer ist eigentlich Hans-Peter Wetzel?

Im Gespräch mit Landtagskandidaten im Wahlkreis Bodensee

Wählen oder nicht wählen und wenn ja, wen wählen? Diese Frage stellt sich den Wahlberechtigten in Baden-Württemberg am 27. März bei der Landtagswahl. Parteibindungen werden bei Wahlentscheidungen immer weniger wichtig. Während ein Teil der Wahlberechtigten eher strategisch wählt und sich für eine Partei entscheidet, spielt bei anderen auch die Persönlichkeit des Kandidaten eine Rolle.

See-Online: Stellen Sie sich doch bitte einmal kurz vor: Verraten Sie uns Ihr Alter, wo Sie geboren sind, Ihren Beruf und wo und wie Sie leben.

Hans-Peter Wetzel: Ich bin 1950 in Überlingen geboren und in Bonndorf bei Überlingen auf dem kleinen Bauernhof meiner Eltern aufgewachsen. Ich bin verheiratet und habe zwei Töchter im Alter von 12 und 15 Jahren. Meine Ehefrau ist Erzieherin von Beruf und übt diesen Beruf auch aus. Sie ist Leiterin eines Kinderhauses in Überlingen. Wir praktizieren also die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dafür stehe ich politisch auch ein. Ich wohne in Sipplingen. Ich habe mehrere Berufe: Industriekaufmann, Diplom-Betriebswirt (FH) und Rechtsanwalt sowie Fachanwalt für Erbrecht.

See-Online: Weshalb haben Sie sich entschieden, ausgerechnet in Ihre und in keine andere Partei einzutreten?

Hans-Peter Wetzel: Für die FDP habe ich mich entschieden, weil sie konsequent für die Freiheit und die Selbstverantwortung der Menschen eintritt.

See-Online: Partei- und Regierungsprogramme könnten wir im Internet lesen. Wir möchten Sie deshalb lieber persönlich ein bisschen näher kennenlernen. Sind Sie mit ein paar persönliche Fragen einverstanden?

Hans-Peter Wetzel: Mit Ihren persönlichen Fragen bin ich einverstanden.

See-Online: Stellen Sie sich vor, es ist Sonntag. Sie können nicht einkaufen. Was darf in ihrem Kühlschrank an einem Sonntag auf gar keinen Fall fehlen?

Hans-Peter Wetzel: Frische Bio-Eier, einen rezenten Bergkäse, Zwiebeln und gutes Mehl. Dann kann ich für meine Ehefrau und meine beiden Kinder ihr Lieblingsessen, nämlich Kässpätzle, kochen.

See-Online: Politik ist Kommunikation. Macht es Ihnen Spaß, unter Menschen zu sein?

Hans-Peter Wetzel: Grundvoraussetzung, um in der Politik tätig zu sein, ist dass man die Menschen gern hat. D. h. also, dass es mir Spaß macht unter den Menschen zu sein und mit ihnen zu reden.

See-Online: Sind Sie gern draußen an der frischen Luft?

Hans-Peter Wetzel: Ja, ich bin sogar sehr gerne an der frischen Luft, weil ich mich hier am Besten erholen kann. Ich fahre Rennrad, Mountainbike und jogge. Mit meiner Ehefrau betreibe ich Nordic Walking und gelegentlich wandern sowie Skifahren.

See-Online: Wo haben Sie Ihrer besten Ideen? Vielleicht unter der Dusche…?

Hans-Peter Wetzel: Unter der Dusche habe ich auch gute Ideen, aber ebenso beim Sport, insbesondere dann, wenn ich alleine bin und meinen Gedanken ungestört nachgehen kann.

See-Online: Wie wichtig sind Ihnen Freunde? Wir meinen nicht politische Freunde, sondern Menschen, die Ihnen wirklich nahe stehen.

Hans-Peter Wetzel: Freunde sind für mich sehr wichtig, weil ich mit meinen Freunden persönliche Punkte besprechen und diskutieren kann, ohne Bedenken haben zu müssen.

See-Online: Wie wichtig ist emotionale Intelligenz und die Fähigkeit zu Empathie? Oder sind Sie ein reiner Verstandsmensch, dem Emotionen nicht so wichtig sind?

Hans-Peter Wetzel: Ich bin ein emotionaler Mensch. Die Emotionen zeige ich auch gelegentlich in Verhandlungen, politischen Diskussionen oder Reden. Da halte ich nicht hinterm Berg, ich kann auch sehr deutlich und auch mal laut werden.

See-Online: Viele Menschen haben ein Lieblingszitat oder einen Lieblingsspruch wie „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen…“ . Haben Sie auch so einen Satz?

Hans-Peter Wetzel: „Um erfolgreich zu sein, muss man einmal mehr aufstehen, als die anderen.“

See-Online: Besitzen Sie ein Smartphone?

Hans-Peter Wetzel: Ich besitze ein Blackberry.

See-Online: Lesen Sie Nachrichten lieber online oder in gedruckten Zeitungen?

Hans-Peter Wetzel: Die Nachrichten lese ich in gedruckten Zeitungen und auch online. Ich informiere mich überall.

See-Online: Nutzen Sie in Ihrer Freizeit Twitter oder Facebook oder finden Sie für sich persönlich soziale Netzwerke und Mikroblogging nicht ganz so wichtig?

Hans-Peter Wetzel: Ich benutze Facebook.

See-Online: Wissen Sie welche Rolle Facebook in Tunesien spielte, Stichwort „Revolution im Internet“?

Hans-Peter Wetzel: Natürlich ist mir bekannt, welche Rolle Facebook in Tunesien gespielt hat. Da sehen Sie doch auch die Vorteile der modernen Technik und der modernen Kommunikation. Sie dient in erster Linie den Menschen und ist für die Menschen da. Dies sollten alle diejenigen berücksichtigen, die grundsätzlich Vorbehalte gegen die neue Technik haben.

See-Online: Auch im Fall von „Stuttgart 21“ spielte sich viel im Internet ab. Nachrichten verbreiten sich über Twitter fast in Echtzeit? Haben Sie im Internet schon einmal fluegel.tv geschaut?

Hans-Peter Wetzel: fluegel.tv habe ich noch nicht geschaut.

See-Online: Apropos schauen: Gehen Sie lieber ins Kino oder schieben Sie eine DVD ein? Welchen Film sollten wir uns unbedingt einmal anschauen?

Hans-Peter Wetzel: Ich gehe gerne ins Kino, schiebe aber auch gerne zu Hause eine DVD ein, da ich es mir da gemütlich machen kann und auch ein Glas Rotwein dazu trinken kann. Vor kurzem habe ich erst mit meiner Familie den Film „Ein Fisch namens Wanda“ angeschaut und mich, obwohl ich den Film schon mehrfach gesehen habe, wieder wunderbar amüsiert.

See-Online: Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, welchen Headliner, welche Band oder welchen internationalen Künstler, würden Sie gern einmal in Salem live spielen hören?

Hans-Peter Wetzel: Einen der großen Tenöre, wie zum Beispiel Placido Domingo.

See-Online: Jetzt doch noch eine politische Frage. Was halten Sie von Volksentscheiden? Was haben Sie aus den Ereignissen in Zusammenhang mit Stuttgart 21 gelernt?

Hans-Peter Wetzel: Volksentscheide befürworte ich. Ich meine, dass wir die derzeitigen hohen Hürden für einen Volksentscheid in der baden-württembergischen Landesverfassung unbedingt senken müssen. Leider hat hier unser Koalitionspartner bisher nicht so mitgemacht.

Von Stuttgart 21 müssen wir aber auch lernen, dass wir am Beginn eines solchen Großprojekts die Menschen informieren und in die Entscheidung einbeziehen müssen. Dadurch können sie erkennen, dass die Politik nicht einfach eine Entscheidung über das Knie bricht, sondern dass die Politik für den Menschen da ist und den Menschen nützt. Ich bin auch davon überzeugt, dass Stuttgart 21 den Menschen und unserem Land nur Vorteile bringt.

See-Online: Letzte Frage: Warum sollten wir ausgerechnet Sie wählen?

Hans-Peter Wetzel: Weil ich mich um die Probleme und Sorgen der Menschen und unserer Region das ganze Jahr über kümmere – und nicht nur mal eben, weil gerade Wahlkampf ist. Weil mir keine Sorge und kein Problem zu gering ist. Weil ich möchte, dass es mit meiner Politik den Menschen und der Region besser geht. Weil ich mich wie in den bisherigen zurückliegenden fünf Jahren intensiv für die Menschen und die Bodenseeregion einsetze.

Mehr über Hans-Peter Wetzel und die Politik der FDP gibt’s unter http://fdp-bw.de/ltw11/wetzel/

Bereits erschienene Gespräche:

Ulrich Müller http://www.aktuelles-bodensee.de/25659/nachgefragt-wer-ist-eigentlich-ulrich-mueller/

Martin Hahn http://www.aktuelles-bodensee.de/25706/nachgefragt-wer-ist-eigentlich-martin-hahn/

Norbert Zeller http://www.aktuelles-bodensee.de/25373/25373/

Roberto Salerno http://www.aktuelles-bodensee.de/25727/nachgefragt-wer-ist-eigentlich-roberto-salerno/

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.