Nächster Versuch: Vergabe der Konstanzer Maultasche 2011

Jury hat sich entschieden – Übergabe des Maultaschenpreises am 25. August

Konstanz. Zum zweiten Mal vergibt eine Jury, die sich aus Gewerkschaftern und Politikern zusammensetzt, den Konstanzer Maultaschenpreis. Ausgezeichnet werden laut Initiatoren Unternehmen, die ihre Mitarbeiter besonders schlecht behandeln. Im vergangenen Jahr patzte das Komitee und musste einen Teil der Vorwürfe wieder zurücknehmen, als sich ein ausgezeichnetes Unternehmen mit juristischen Mitteln wehrte. Bei der zweiten Vergabe des Preises soll das nicht mehr passieren.

Maultasche erinnert an Altenpflegerin

„Die Konstanzer Maultasche wird seit 2010 jährlich für besonders beschäftigten-feindliches Verhalten im Landkreis Konstanz verliehen“, teilten die Initiatoren mit. Weiter heißt es in der Mitteilung: „Auch in diesem Jahr haben wir wieder unter mehreren Firmen und Einzelpersonen auswählen müssen, die sich in letzter Zeit besonders hervorgetan haben.“ Trotz des Aufsehens, das die fristlose Kündigung einer lang gedienten Altenpflegerin 2009 erregt habe, die sich „ein paar Maultaschen auf die Seite gelegt hatte“, schikanierten Großunternehmen, Kleinbetriebe, Manager im öffentlichen Dienst, Behörden und selbst Wohlfahrtseinrichtungen ihre Beschäftigten.

Ex-Mitarbeiter bei Pressekonferenz anwesend

„Erfahren Sie, welcher Betrieb 2011 die unliebsame Auszeichnung entgegennehmen wird“, heißt es jetzt wieder. Frühere Mitarbeiter des Preisträgers seien dieses Mal bei der Pressekonferenz mit anschließender Preisverleihung anwesend. Nach der Pressekonferenz gehe es zum Standort des Preisträgers, wo die Preisverleihung stattfinde.

Die neue Jury

In der Jury, die nicht ganz identisch mit der des vergangenen Jahres ist, arbeiteten dieses Mal mit: Lore Dizinger, Informatikerin, Betriebsratsvorsitzende von Siemens IT Solutions and Services, Ortsvorstandsmitglied der IG Metall Singen und SPD-Ortschaftsrätin in Dettingen-Wallhausen; Harald Fette, Journalist und Vorstandsmitglied der dju im ver.di-Bezirk Schwarzwald-Bodensee; Bernhard Hanke, Vorsitzender des DGB-Ortskartells Konstanz; Holger Reile, Journalist, Redakteur des Online-Magazins seemoz.eu und Stadtrat der Linken Liste Konstanz; Anke Schwede, Lektorin und Mitglied des Kreisvorstands von Die Linke – Kreisverband Konstanz; Till Seiler, Mitglied des deutschen Bundestags für den Landkreis Konstanz und der Grünen; Markus Sonnenschein, Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuß-Gaststätten Singen; Raoul Ulbrich, stellvertretender Bevollmächtigter der IG Metall Singen; Pit Wuhrer, Journalist und Sprecher der dju im ver.di-Bezirk Schwarzwald-Bodensee und Margrit Zepf, Fachanwältin für Arbeitsrecht und stellvertretende Geschäftsführerin von ver.di im Bezirk Schwarzwald-Bodensee. Margrit Zepf stand 2010 noch im Impressum. Im vergangenen Jahr mussten die Stifter des Preises, wie sie auf ihrer Website selbst einräumen, „einen Teil der Vorwürfe korrigieren“. Auf der Website heißt es: „Manche unserer Zeugen hatten sich im Detail geirrt oder wollten sich nicht auf eine nochmalige Konfrontation einlassen.“

 Mehr Infos gibt es nach einer Pressekonferenz am Donnerstag, 25. August 2011, die um 10 Uhr im DGB-Haus, Beyerlestraße 1, Konstanz stattfindet.

Zur Vorgeschichte des Maultaschenpreises siehe auch  http://www.konstanzer-maultaschen.de

Foto: wak

17 Kommentare to “Nächster Versuch: Vergabe der Konstanzer Maultasche 2011”

  1. dk
    16. August 2011 at 12:54 #

    Vielleicht sollte man die Wahl umdrehen und den vermeintlich „vorbildlichsten“ Arbeitgeber vorstellen und auszeichnen, was vielleicht einfacher für die Auswählenden wäre. Die grosse Masse hat dann die Möglichkeit, sich selbst einzuordnen (wobei die Hoffnung auf Selbstkritik eher gering ist – ähnlich wie bei Politik und Verbänden). Ausserdem vermeindet man Kritik, indem man auf den „Neid-Reflex“ verweist.

    Es gab in diesem (Früh-)Jahr auch einen Online-Artikel über CH-Kliniken, wobei ein sehr gutes Niveau herauskam; lediglich einige wenige Kliniken sollen unterdurchschnittlich gewesen sein, wobei Besserung zugesagt worden ist. Im Vergleich zu Dt. solle man einiges besser gewesen sein: es wurde vereinbart, die dt. Studie des internat. Vergleich aber zur Analyse erst später zu veröffentlichen (eher gegen Jahresende).

  2. P S
    16. August 2011 at 14:32 #

    …“oder wollten sich nicht auf eine nochmalige Konfrontation einlassen.“

    Das ist das Entscheidende: Derart „ausgezeichnete“ Unternehmen werden wohl innerbetrieblich Lametta auf die Schultern streuen, um gegensätzliche Darstellungen kolportieren zu können. Die Kritiker dagegen werden mit rechtlichen Maßnahmen zugedeckt, bis sie nicht mahr aus den Augen sehen.

    Das Arbeitsrecht ist viel zu sehr noch mit Elementen des Feudalismus und Frühkapitalismus durchsetzt, als es den aktuellen Gegebenheiten gerecht werden könnte. Zur damaligen Zeit war es eine zu vernachlässigende Größe, in welchem Ausmaß die menschliche Arbeit, die Produktivität zum gesteigerten Wert eines Betriebes beitrug. Bis heute hat sich daran lediglich geändert, daß für Entlassungen – und auch das nicht immer – Abfindungen erbracht werden müssen. Die Weiterentwicklung der Produktivität, zu 99,99 % der menschlichen Arbeit abgerungen, verändert logischerweise den Wert eines Betriebes und eröffnet die Frage nach der Verfügbarkeit dieser Werte, nachdem der Mehrwert durch die abhängig Beschäftigten entstanden ist.

    Bleibt festzustellen, daß das herrschende Recht das Recht der Herrschenden ist. Daran hat das „Demokratie“spiel in Deutschland (Lea Fleischmann) nichts geändert. Betriebsverfassungsgesetz und Arbeitsrecht sind eher Knebel und Fesseln für Gewerkschaften, Betriebsräte und abhängig Beschäftigte. Wo in diesen Paragraphen ist der angebliche Souverän?

  3. Mohrrübenkiller
    16. August 2011 at 18:04 #

    Das ist ja ein richtiger Radieschen – Verein. Außen rot und innen
    wässrig.
    Was sucht eigentlich der Herr Reile da? Dieser Edelkommunist hat
    doch von nichts eine Ahnung.

  4. Petra Meich
    16. August 2011 at 21:37 #

    Was für eine linke Veranstaltung.

  5. P S
    17. August 2011 at 00:29 #

    Mohrrübenkiller sagt: Dienstag, 16. August 2011 um 18:04 Das ist ja ein richtiger Radieschen – Verein. Außen rot und innen wässrig. Was sucht eigentlich der Herr Reile da? Dieser Edelkommunist hat doch von nichts eine Ahnung.

    Petra Meich sagt: Dienstag, 16. August 2011 um 21:37 Was für eine linke Veranstaltung.

    Bin tief beeindruckt vom Tiefgang dieser Stellungnahmen.

  6. Mohrrübenkiller
    17. August 2011 at 07:27 #

    Mehr braucht man dazu nicht schreiben. Es fehlt mir einzig der
    Tiefgang dieser Veranstaltung.
    Hier wird wieder etwas unnützes abgehalten. Aber dafür haben
    bei diesem Verein ja einige Zeit.
    Das ist alles mehr wie flüssig. Nämlich überflüssig. Sich irgendwo
    profilieren ist doch der einzige Zweck.

  7. Mohrrübenkiller
    17. August 2011 at 08:03 #

    Vielleicht sollte man den Preis umbenennen. Wir wäre es mit:
    „Steinharter Wackelpudding“.

  8. P S
    17. August 2011 at 13:17 #

    „Mohrrübenkiller sagt: Mittwoch, 17. August 2011 um 07:27 Mehr braucht man dazu nicht schreiben. Es fehlt mir einzig der Tiefgang dieser Veranstaltung.“

    Manès Sperber hat zwar seinerzeit die Linke im Auge gehabt, als er die „Stufen der praktikablen Unwissenheit“ verfasste. Dennoch trifft es wohl auch (ich sage – eher) auf Alt-, Neo- und Halbnazis zu, wenn er sinngemäß schreibt: Es ist eine Seuche unserer Zeit, eine Meinung äußern zu müssen ohne den blassesten Schimmer jeglichen Wissens.

    Zum Glück für die angesprochenen Leute (im Gegensatz zum Begriff Menschen) verhindert ihre Ignoranz, sich angesprochen zu fühlen.

  9. Frieder Hannspeter
    17. August 2011 at 13:48 #

    Kann man nicht diesen Dauerschreiber „Mohrrübe“ abstellen?! Zu allem muß er seinen unqualifizierten Senf dazugeben. Krankhaft seine Aversionen gegen alles Linke und Grüne. Es scheint immer noch nach dem Motto zu gehen:

    Ein kluges Wort – schon ist man Kommunist.

  10. Mohrrübenkiller
    17. August 2011 at 19:02 #

    Meine Herren!
    Ihre Argumentation ist bekannt. Und ich sage es hier frank und
    frei. Ihre Meinung interessiert mich nicht.
    Es ist eine Frechheit hier von Halb oder Nei – Nazis zu sprechen.
    Kehren Sie doch vor Ihrer eigen Haustür. Vor lauter „gut“ seht Ihr
    doch gar nicht mehr den Stachel im eigenen Auge.
    Mundtot machen kommt mir irgendwie bekannt vor. Aber es ist
    eine schäbige Art. Noch haben wir das Recht auf freie Meinungs-
    Äußerung. Ob das hier jemanden passt oder nicht. Schnuppe.

  11. dk
    17. August 2011 at 22:36 #

    Die freie Rede ist wirklich ein wichtiges Gut: als man mit einer Bekannten im Rentenalter einmal Strassenbahn in Ostberlin fuhr, kam man bei der Heimfahrt von Stadtmitte durch Lichtenberg zu einem Randbezirk: eine breite Strasse und ein riesiger Bau mit eigenem Abzweig und Ummauerung. Mit jugendlicher Neugierde fragte man die Bekannte, um was für ein Bauwerk es sich handele. Sie flüsterte nur „sag ich dir zuhause“. Die nächsten paar „langen“ Sekunden war es ziemlich still um uns herum: keinesfalls nervös oder angespannt, aber etwas komisch. Heute würde ich an buddhistische Entspannungsübungen denken und stark gegen Mobbing-Feeling in Betrieben abgrenzen. Das Rätsel wurde später im Vorort gelöst: es war die Geheimdienst-Zentrale.

    Irritierend ist auch in Staaten, wo es „per Gesetz“ eine Meinung bzw. Richtung/Strömung gibt, wenn Kommentare gegen andersdenkende Systeme emotional wirken oder aggressiv aufrütteln sollen. Die üblichen Zuschauer empfinden es als Hetze und Demagogie und der „Andersdenkende“ ist überrascht, wie harmlos und schlicht doch Kritik ausfallen kann: es erinnerte eher an Provokation und verbale Spitzen los werden. Es war vorhersehbar, dass solch ein System wegen Unvermögen kollabieren musste.

  12. Mohrrübenkiller
    17. August 2011 at 22:55 #

    Hallo dk!
    Wie wahr . Wie wahr. Es gibt Leutde die noch nie irgendeine Art
    der Unfreiheit erlebt haben und hier auf see – online einen auf
    die froße Demokratie machen.
    Lasst sie mal. Ist doch alles bekannt. Behütetes Elternhause und
    ein schönes Zuhause. Wolkenkuckuksheim möchte man sagen.
    Friederlein ist mir schon vorher durch fromme Sprüche aufgefallen.
    Behütetes kleines kommunistisches Dummerchen?

  13. Mohrrübenkiller
    17. August 2011 at 22:59 #

    Nummer 8
    Ihre Arroganz ist nicht mehr zu toppen. Bitte überlegen Sie doch
    mal bitte Ihre Áussagen.
    Nach meinen Wahrnehmungen sind Sie ein impertinentes Arsch…

  14. P S
    18. August 2011 at 00:20 #

    Mohrrübenkiller sagt: Mittwoch, 17. August 2011 um 22:59 Nummer 8 Ihre Arroganz ist nicht mehr zu toppen. Bitte überlegen Sie doch mal bitte Ihre Áussagen. Nach meinen Wahrnehmungen sind Sie ein impertinentes Arsch…

    Ihrer Bitte kann ich nicht entsprechen, solange Sie nichts Substantielles beitragen, sondern nur Beleidigungen auf Lager haben.

    Übrigens: Wer A sagt, muß auch B vertragen können. Also: Nach meinen Wahrnehmungen sind Sie ein impertinentes Brschloch.

  15. Mohrrübenkiller
    18. August 2011 at 01:53 #

    Ich möchte die Sche nicht weitertragen. Mit primitiven Menschen
    kann man keinen Diskurs führen. ´Leben Sie in Ihrer Welt weiter,
    Viel Spass. Blöd. Blöder. PS. So. Unbd nun ist Schluss.

  16. P S
    18. August 2011 at 02:04 #

    „Mohrrübenkiller sagt: Donnerstag, 18. August 2011 um 01:53 Ich möchte die Sche nicht weitertragen. Mit primitiven Menschen kann man keinen Diskurs führen. ´Leben Sie in Ihrer Welt weiter, Viel Spass. Blöd. Blöder. PS. So. Unbd nun ist Schluss.“

    Im Eifer Ihres Selbstgespräches haben Sie das Non plus Ultra Ihrer Steigerungen vergessen. Blöd. Blöder. Mohrrübenkiller.

  17. Frieder Hannspeter
    22. August 2011 at 11:36 #

    Kann man der „Mohrrübe“ nicht auch einen Preis verleihen, damit seine Eitelkeit befriedigt wird? Vielleicht den gold-braunen Flatus für intellektuellen Dünnschiß!

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