Nachwuchs-FDP-Mann Alexander Hahn denkt an Rücktritt von Brüderle

Junger Liberaler will keine Denkverbote bei Analyse und notwendigen Konsequenzen

Bodenseekreis. Zum Landtagwahlergebnis und zum schlechten Abschneiden der FDP hat der stellvertretende Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Baden-Württemberg und Mitglied im FDP Landesvorstand, Alexander Hahn, eine Erklärung abgegeben. Anders als gestern noch der abgewählte FDP-Landtagsabgeordnete Hans-Peter Wetzel fordert Hahn ausdrücklich auch personelle Konsequenzen. Wörtlich heißt es in Hahn Erklärung:

Hahn sieht Glaubwürdigkeitsverlust der FDP

„Ich gratuliere den politischen Mitbewerbern zu ihren Ergebnissen bei der Landtagswahl. Das schlechte Abschneiden der FDP im Land hat gezeigt, dass die Liberalen bei den Wählern deutlich an Glaubwürdigkeit, Sympathie und Ansehen eingebüßt haben. Dabei wurde das herausragende Engagement für den Bodenseekreis durch Hans-Peter Wetzel bei der Wahlentscheidung völlig in den Hintergrund gestellt und dem allgemeinen Trend geopfert. Wir müssen das Ergebnis jetzt schonungslos und ehrlich analysieren und spürbare Konsequenzen ziehen. Dabei darf es grundsätzlich keine Denkverbote geben und auch über personelle Fragen im Bund und Land muss ernsthaft diskutiert werden.

Wirtschaftsministers Rainer Brüderle im Visier

Hier wäre der Rücktritt des Wirtschaftsministers Rainer Brüderle nach seiner unbedachten und massiv schädlichen Äußerung zum Moratorium der Bundesregierung eine erste denkbare und wünschenswerte Konsequenz. Herr Brüderle hat durch seine Äußerung eine richtige und wohlüberlegte Entscheidung in ein völlig falsches Licht gerückt und somit erheblich zum Vertrauensverlust der Regierungsparteien beigetragen. Auch die Entscheidung der Landesvorsitzenden Birgit Homburger, einen Generalsekretär auf Landesebene zu installieren ist ein Schritt in die richtige Richtung aber bei weitem noch nicht der Weisheit letzter Schluss.

Forderung nach ganzheitlichem Liberalismus

Wir wären für die Zukunft gut damit beraten, uns auch inhaltlich breiter aufstellen um wieder durch einen ganzheitlichen Liberalismus wahrgenommen zu werden. Liberalismus ist mehr als Wirtschafts-, Steuer- oder Bürgerrechtspolitik – hier müssen beispielsweise auch wieder deutlichere Akzente in der Sozial- und Umweltpolitik gesetzt werden. So dürfen wir uns in Zukunft auch nicht mehr grundsätzlich sämtlichen Koalitionsmodellen verschließen. Entscheidend sind die inhaltlichen Schnittmengen und nicht das gewohnte und längst überholte Lagerdenken.“

Alexander Hahn war Wahlkampfleiter der Jungen Liberalen Baden-Württemberg und als solcher am Wahlsonntag im Stuttgarter Landtag direkt vor Ort.

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