Neue Abbiegespuren und Ampel für MTU am Dornierknoten

Friedrichshafen und Immenstaad stellen die Weichen für die Standortsicherung der MTU/Tognum AG

Friedrichshafen (red) Mit dem heutigen Beschluss des Gemeinsamen Ausschusses der Verwaltungsgemeinschaft Friedrichshafen-Immenstaad zur Änderung des gemeinsamen Flächennutzungsplanes im Bereich Kluftern-Süd / Steigwiesen sind die Weichen für die Standortsicherung und für die Weiterentwicklung des zweitgrößten Arbeitgebers der Region Bodensee-Oberschwaben, der MTU/Tognum AG gestellt.

Zwei Jahre nach Absage Salems

Gut zwei Jahre nach dem ablehnenden Bürgerentscheid in Salem haben die Stadt Friedrichshafen und die Gemeinde Immenstaad die Voraussetzungen für den Bau des Materialwirtschaftszentrums und des Montagewerkes über die Ausweisung eines Interkommunalen Gewerbegebietes geschaffen. Nach einem erforderlichen Änderungsverfahren des Regionalplans der Region Bodensee-Oberschwaben im vergangenen Jahr wird nun auch der Flächennutzungsplan eine 20,5 ha große interkommunale Gewerbefläche vorsehen, auf welcher neben den Flächen für die MTU/Tognum AG zusätzlich ca. 2,3 ha für kleinere und mittlere Betriebe und die Erweiterung zweier ortsansässiger Immenstaader Unternehmen ermöglicht werden.

Kompakte Lösung am Standort geplant

Die Gemeinde Immenstaad bringt als Flächenkompensation eine 2,2 ha große Gewerbefläche aus dem derzeitigen Flächennutzungsplan ein und stimmte einer sehr kompakten Lösung von Materialwirtschaftszentrum auf Gemarkung Friedrichshafen und des Montagewerkes auf Gemarkung Immenstaad im direkten Anschluss an das heute schon bestehende Gewerbegebiet Steigwiesen I zu, so dass statt der ursprünglich geplanten 26,5 ha großen Ausweisung nur 18,3 ha neu ausgewiesen werden.

Verkehrsinfrastruktur wird verbessert

Gleich drei umfangreiche Vertragswerke regeln künftig die Kosten- und Einnahmeverteilung, so u.a. auch die bauliche Optimierung der Verkehrsinfrastruktur am sog. Dornierknoten, der zusammen mit Bund und Land für ca. 1,8 Mio. durch eine Lückenampel und Abbiegespuren, sowie Verlegung des Radweges und Lärmsschutzeinrichtungen für das erhöhte Verkehrsaufkommen ertüchtigt werden soll.

Lärmschutz durch anderen Straßenbelag

Für die Anwohner im Bereich Ruhbühl hat die Gemeinde Immenstaad zusätzlich den Einbau eines Lärm mindernden Belages an der L 207 zugesagt. Die Stadt Friedrichshafen sieht für die Ortsmitte von Kluftern ebenfalls bauliche Verbesserungen in der Verkehrsinfrastruktur und eine Geschwindigkeitsreduzierung zur Lärmminderung und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit vor. „Mit den Verträgen wurde nach sehr intensiven, aber sachlichen Verhandlungen ein guter und fairer Interessensausgleich erreicht“, so die übereinstimmende Meinung von Erstem Bürgermeister Dr. Stefan Köhler und Bürgermeister Jürgen Beisswenger (Foto) nach dem Beschluss des gemeinsamen Ausschusses.

Ab 2012 in Betrieb

Das neue Materialwirtschaftszentrum ersetzt ab 2012 die 10 Außenlager der MTU und sichert künftig in kurzer Entfernung zu den Werken in Manzell die logistische Basis der gesamten Produktion in der Wirtschaftsregion Friedrichshafen. Umfangreiche naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen und Auflagen in den Bebauungsplänen sichern in der nahen Umgebung des künftigen MTU Standortes eine weitgehende Kompensation der unvermeidbaren Eingriffe in die Umwelt.

MTU hat 5800 Mitarbeiter

Die MTU/Tognum AG beschäftigt am Standort Friedrichshafen ca. 5800 Mitarbeiter, sowie zahlreiche in den Zulieferfirmen in der gesamten Region Bodensee-Oberschwaben. Im Materialwirtschaftszentrum und im Motorenwerk werden voraussichtlich rund 380 – 400 Arbeitnehmer einen Arbeitsplatz finden, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Stadt Friedrichshafen und der Gemeinde Immenstaad.

Foto:  Stadt Friedrichshafen

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