Neues Verständnis sozialer Netzwerke

Eine Million Euro für den Informatiker und Algorithmik Prof. Ulrik Brandes

Konstanz (red) Die fortschreitende Vernetzung der Welt bewirkt auch ein dramatisch steigendes Interesse am Verständnis und der Steuerung von Netzwerken. Die Netzwerkanalyse hat im letzten Jahrzehnt eine immense Verbreitung in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und Wirtschaftszweigen erlebt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt jetzt den Algorithmik-Professor an der Uni Konstanz mit einer Million Euro.

Informatiker in Kooperation mit Sozialwissenschaftlern

Die an die Netzwerkanalyse geknüpften Erwartungen würden jedoch enttäuscht werden, wenn nicht endlich die theoretische Fundierung der verwendeten Methoden geleistet werde, heißt es in einer Mitteilung der Universität Konstanz. In enger Kooperation mit Sozialwissenschaftlern will dies nun der Konstanzer Informatiker Prof. Ulrik Brandes erstmals mit Ansätzen der Algorithmik versuchen.

Eine Million Euro von der DFG

Die Informatik könnte so eine neue Grundlage für das Verständnis sozialer Netzwerke schaffen. In dem fünf Jahre dauernden Projekt mit dem Thema „Algorithmik sozialer Netzwerke“ stellt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) eine Fördersumme von einer Million EUR zur Verfügung. Erstmalig konnte ein Projekt der Informatik eine Förderung im Rahmen des Reinhart-Koselleck Instruments erzielen, heißt es in der Mitteilung der Uni Konstanz weiter.

Ulrik Brandes freut sich über mutige Förderung

Dazu Ulrik Brandes: „Ich habe großen Respekt vor dieser selbstgestellten Aufgabe, bin aber überglücklich, mich jetzt daran versuchen zu können. Durch die mutige Art der Förderung im Rahmen von Koselleck-Projekten erhalte ich die Ausstattung, Unabhängigkeit und Flexibilität, ohne die ein so risikoreiches Projekt keine Aussicht auf Erfolg hat. Dafür bin ich der Deutschen Forschungsgemeinschaft sehr dankbar.“ Ulrik Brandes ist seit 2003 Professor für Algorithmik am Fachbereich Informatik und Informationswissenschaft der Universität Konstanz.

Foto: Uni Konstanz

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