Noch einmal Poeten in Konstanz: Poesiefestival sagt am Sonntag mit vier Lyrikerinnen tschüs

Daniela SeelKonstanz. Einen der schönsten verborgenen Plätze in Konstanz haben sich die Poeten ausgesucht, um sich am Sonntag zu verabschieden. Das zweite Konstanzer Poesiefestival geht am 16. Juni an 11 Uhr im Innenhof des Konstanzer Rosgartenmuseums zu Ende. Das Motto lautet an diesem letzten Festivaltag „Sprachfall. Die Suche nach den Zeilen“ mit Svenja Herrmann, Simone Kornappel, Nathalie Schmid und Daniela Seel.

Vier Dichterinnen über Poesie

Die vier Lyrikerinnen gestalten die Abschlussveranstaltung des Konstanzer Poesiefestivals  im Innenhof des Rosgartenmuseums. Svenja Herrmann, Simone Kornappel, Nathalie Schmid und Daniela Seel zeigen ihrem Publikum die vielseitigen Wege, sich in der Welt der Lyrik zu bewegen, sprachlich und beruflich.

Lebensläufe

So arbeitet Svenja Herrmann nicht nur als Autorin, sondern auch als Spezialistin für Begabtenförderung, und sie leitet Schreibwerkstätten für Kinder. Nathalie Schmid schreibt Lyrik und ist Lehrerin im Kanton Zürich. Daniela Seel gründete 2003 ihren eigenen Verlag „kookbooks“ und Simone Kornappel ist seit 2009 Herausgeberin der Zeitschrift Randnummer Literaturhefte. Alle vier Autorinnen sind mehrfach mit Literatur- bzw. Lyrikpreisen ausgezeichnet worden, sie leben von und trotz ihrer Arbeit als Poetinnen.

Moderation Matthias Kehle

Die abschließende Moderation des Festivals übernimmt Matthias Kehle. Der Lyriker ist Mitglied des Fachbeirats für das Poesiefestival und arbeitet als Schriftsteller, Journalist und Kritiker.

Vorletztes Event im Rheintorturm

Die vorletzte Veranstaltung findet am Tag zuvor statt. Im Rheintorturm treffen sich am Samstag, 15. Juni um  20 Uhr die Autoren Ulrich Koch, Ursula Krechel und Jan Wagner, um den Gästen anhand ihrer neuesten Veröffentlichungen die verschiedenen Stile und Themen zeitgenössischer Lyrik zu präsentieren.

Die Akteure

Ulrich Koch, geboren 1966 in Winsen an der Luhe, kehrt nach längerer Pause mit seinem Werk „Uhren zogen mich auf“ wieder in den Literaturbetrieb zurück. „Ulrich Kochs Stil ist der einer zurückhaltenden Moderne. Seine Gedichtzeilen benutzen öfter klassische lyrische Formen, rhythmische Elemente, auch Reime lässt er in seinen Gedichten zu“. (kulturradio.de) „Jäh erhellte Dunkelheit“ ist der neuste Gedichtband von Ursula Krechel, geboren 1947 in Trier. „Poetische Stilmittel haben hier noch eine traditionelle rhetorische Funktion. So fächert sich das Bedeutungsspektrum des Verbs „schlagen“ auf: ‚Flügelschlagen. Mit den Armen um sich schlagen. Geschlagen.‘ Alliteration und Gleichklang unterstreichen Bilder: ‚Krähen krächzen, kreisen um den Spähtrupp‘, ‚Nasenrot. Lippenrot. Ohrenrot. Tot.‘“(Süddeutsche Zeitung) Jan Wagner, geboren 1971 in Hamburg, „spielt sprachpräzise und fantasievoll mit Klischees. Liebevoll hat der Autor Widerhaken und winzige Webfehler in die Verse eingeschleust. Beißende Satire aber spricht aus den aufgeblähten Fehden der Literatur- und Sprachwissenschaftler im germanistischen Apparat, in den Kommentaren und Quellenangaben. Welch eine herrliche Parodie auf die Zunft“. (Der Tagesspiegel) Der Journalist, Kommunikationsberater und Kulturagent Urs Heinz Aerni wird die Veranstaltung moderieren.

Eintritt

Der Eintritt bei beiden Veranstaltungen kostet jeweils 8 Euro / 5 Euro für Schüler und Studenten. Eintrittskarten sind im Kulturbüro oder an der Abendkasse erhältlich. Schwerbehinderte und Sozialpassinhaber haben freien Eintritt. Veranstalter ist das Kulturbüro Konstanz, Wessenbergstraße 39, D-78462 Konstanz, Tel. 0049 (0)7531 900 900, kulturbuero@stadt.konstanz.de.

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