Nycomed-Betriebsrat Rolf Benz: Schwierige Verhandlungen in Konstanz

Arbeitnehmerseite macht Drohgebärden – Monatelange Protestaktionen in Aussicht gestellt

Konstanz. Wenige Stunden, bevor sich am Dienstagnachmittag ab 14 Uhr ein Demonstrationszug durch Konstanz zur Markstätte schlängelt, wo gegen 14.45 Uhr eine Kundgebung geplant ist, haben sich die Gewerkschaft BCE und der Nycomed Betriebsrat noch einmal zu Wort gemeldet. Betriebsratsvorsitzender Rolf Benz erwartet „schwierige Verhandlungen“ und berichtet von einer „wütenden Belegschaft“. 700 Arbeitsplätze werden in Konstanz bei Nycomed gestrichen.

Belegschaft will bittere Pille nicht widerspruchslos schlucken

Rolf Benz, Betriebsratsvorsitzender der Nycomed GmbH erklärte: „Nachdem der erste Schock gewichen ist, macht sich in der Belegschaft Ärger und Wut bemerkbar. Wir betrachten diese Protestkundgebung als Auftakt für die vor uns liegenden Verhandlungen, die sehr schwieg werden. Wer glaubt, wir werden diese bittere Pille widerspruchslos akzeptieren, wird sich täuschen. Wir sind kompromissbereit, aber vor allem auch kampfbereit!“

Belegschaft will über Bedingungen verhandeln

Noch sei es schwer vorauszusagen, inwieweit die Arbeitgeberseite sich zu wirklichen Kompromissen bereit finden werde, heißt es in einer Pressemitteilung der Arbeitnehmerseite. Deshalb würden auch weitere Aktionen in den kommenden Wochen und Monaten nicht auszuschließen sein. „Eine unternehmerische Entscheidung ist durch eine juristische Klärung nicht wieder rückgängig zu machen. Die Bedingungen, unter denen dieser Restrukturierungsprozess ablaufen wird, muss aber letztlich durch die solidarische Unterstützung aus der Belegschaft mit gestaltet worden“, so die Meinung der Arbeitnehmervertreter. „Streng nach den Grundsatz: Wer kämpft, kann verlieren – wer nicht kämpft, hat schon verloren!“, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der Gewerkschaft BCE und des Nycomde Betriebsrats.

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